Allgemeine Krankenhausleistungen
Die für eine Behandlung zweckmaßigen und ausreichenden Leistungen werden als allgemeine Krankenhausleistungen bezeichnet. Hierzu gehören auch die stationär durchgeführten Früherkennungsmaßnahmen, in Ausnahmefällen die vom Krankenhaus veranlaßten Leistungen Dritter sowie die aus medizinischen Gründen notwendige Unterbringung einer Begleitperson des Patienten (§ 2 Abs. 2 BPflV). In der Regel zählen zu den allgemeinen Krankenhausleistungen nur die Unterbringung im Mehrbettzimmer und die Behandlung durch den jeweils diensthabenden Arzt. Der Chefarzt wird nur bei dringender Notwendigkeit hinzugezogen.
Finanziert werden diese Krankenhausleistungen durch die Krankenhauspflegesätze. Die Pflegesätze sind für alle Benutzer des Krankenhauses gleich hoch. Unterschiede ergeben sich jedoch für spezielle Krankenhausabteilungen, wie z. B. die Psychiatrie.
Ebenso können bestimmte, besonders aufwendige therapeutische Leistungen über Sonderentgelte abgerechnet werden.
Das GKV-Mitglied wird immer in das nächstgelegene, kostengünstige Krankenhaus eingewiesen. Wird anstelle dieses Krankenhauses (A) ein entfernter gelegenes Krankenhaus mit einem höheren Pflegesatz (B) in Anspruch genommen, so trägt das GKV-Mitglied die Differenzkosten.
Beispiel:
Krankenhaus A | : | täglicher Pflegesatz | EUR 180,- |
Krankenhaus B | : | täglicher Pflegesatz | EUR 200,- |
Die Differenz von täglich EUR 20,- gehen zu Lasten des GKV-Mitglieds.
siehe
Bundespflegesatzverordnung
Krankenhauspflegesätze
Pflegeversicherungsbeitrag
Unterrichtung des Krankenhauspatienten
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