Sterbegeldversicherung - Beerdigungskosten im Todesfall absichern
 
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Sterbegeldversicherung im Vergleich

Todesfall versichern und die Angehörigen vor hohen Kosten der Beerdigung schützen


  • Jetzt zu Lebzeiten vorsorgen
  • Entlasten Sie Ihre Hinterbliebenen
  • Frei wählbare Versicherungssumme bis 10.000 EUR
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Sterbegeldversicherung – vergleichen und günstig vorsorgen für teure Bestattungen

In Deutschland gilt die "Bestattungspflicht". Das bedeutet, dass Bundesbürger bestattet und die Kosten für die Bestattung von den Angehörigen getragen werden müssen. Sollten keine Hinterbliebenen vorhanden oder diese nicht in der Lage sein, die Beerdigungskosten zu übernehmen, fällt diese Aufgabe der Stadt und somit dem Sozialamt zu.


Durch den Wegfall des Sterbegeldes in der gesetzlichen Krankenversicherung im Jahr 2004, erhalten Angehörige keine Zuschüsse mehr, um die Bestattungskosten zu reduzieren. Ursprünglich war das Sterbegeld eine Hilfe bei Kosten, die sich nicht selten zwischen 3.500 und 10.000 EUR bewegen.


Wie viel kostet eine Bestattung?

Art der Leistungen Mögliche Kosten
Versorgung des Verstorbenen
(z. B. Aus- und Ankleiden, Einbetten)
100 EUR - 250 EUR
Überführung 100 EUR - 200 EUR
Sarg (z. B. Eichensarg) 500 EUR - 2.000 EUR
Blumenschmuck, Kränze, Grabbepflanzung 300 EUR - 600 EUR
Formalitäten und Dienstleistungen
(z. B. Sterbeurkunde, Vorbereitungen der Trauerfeier)
400 EUR - 700 EUR
Bestattung 1.000 EUR - 2.000 EUR
Trauerunterlagen
(z. B. Briefe, Zeitungsanzeigen, Danksagungen)
300 EUR - 500 EUR
Grabanlage 1.500 EUR - 2.000 EUR
Trauerfeier 1.000 EUR - 3.000 EUR
Gesamtkosten 5.200 EUR - 11.250 EUR


*die Kosten können je nach Bestatter und Art der Bestattung
(Feuerbestattung, Seebestattung, Beerdigung etc.) variieren


Der Versicherungsschutz einer Sterbegeldversicherung setzt den Focus auf die Finanzen Ihrer Angehörigen und nimmt diese in Schutz.


So kann zum Beispiel die Altersvorsorge Ihres Ehe- oder Lebenspartners bestehen bleiben, da es möglich ist, für die Beerdigungskosten schon zu Lebzeiten vorzusorgen.


Die Art der Bestattungskostenabsicherung schützt zudem vor der Pfändung durch das Sozialamt.


Viele Senioren, die pflegebedürftig werden und sich in der Vergangenheit nicht durch eine private Pflegeversicherung abgesichert haben, müssen nun für die Pflegekosten selbst aufkommen. Dies wiederum bedeutet, dass die zu erwartenden Bestattungskosten nicht selber getragen werden können.


Unsere Tipps zum Preisvergleich:


  • Lesen Sie unseren nachfolgenden Ratgeber zu dem Thema Sterbegeldversicherung.
  • Nutzen Sie unseren kostenlosen Versicherungsvergleich, der zusammen mit Experten für Sterbegeld-Versicherungen erstellt wurde.
  • Vergleichen Sie im Onlinerechner Ihre Favoriten mit dem Dreiervergleich.

Um Ihnen zusätzliche Informationen anzubieten, haben wir auch die Testergebnisse der Stiftung Warentest und der Ökotest zusammen getragen.
Lesen Sie alles Wissenswerte zum Thema Test.

Sterbegeldversicherung – was ist das?

In den Jahren vor 2004 wurde von den gesetzlichen Krankenkassen an die Angehörigen ein Sterbegeld ausbezahlt, wenn die versicherte Person verstarb. Zuletzt lag diese Leistung bei ca. 1.050 EUR und deckte schon damals nur einen geringen Teil der Bestattungskosten ab. Das Sterbegeld wurde von den Kassen gezahlt, um die Hinterbliebenen nicht zu sehr mit den Kosten einer Beerdigung zu belasten.


Durch den Wegfall des Sterbegeldes kamen immer mehr Anbieter von Sterbegeldversicherungen wie die HDH, die Gebein oder beispielsweise die Solidar auf den Markt und machten den kleinen Sterbegeldkassen Konkurrenz. Allein diese Tatsache erschwert es dem Verbraucher, den Überblick über das Angebot zu behalten.


Durch den Versicherungsvergleich, der zusammen mit unseren Experten entstand, erhalten Sie jedoch eine schnelle, einfache und kostenlose Übersicht.


Warum sind Sterbegeldversicherungen sinnvoll

Da es in Deutschland eine gesetzlich geregelte "Beerdigungspflicht" gibt, würden Angehörige zur Übernahme der Bestattungskosten verpflichtet werden, sollte der Nachlass nicht in ausreichender Höhe vorhanden sein. Verfügen die Hinterbliebenen nicht über ausreichend Geldmittel, müssen Sie andere Möglichkeiten prüfen.


Oftmals ist dies schon der häufigste Grund für die Wahl einer Sterbegeld-Versicherung. Nicht zuletzt gibt es Menschen, die die Klärung der Bestattungskosten und den Ablauf der eigenen Trauerfeier zu Lebzeiten klären möchten, um die Angehörigen damit nicht zusätzlich zu belasten.


Zudem sind Sterbeversicherungen nicht nur eine gute Absicherung für Senioren, sondern auch für Menschen, die zum Beispiel gefährliche Extremsportarten wie Paragliding ausüben.


Diese Vorteile bietet Ihnen eine Sterbegeldversicherung:


  • Sie fängt die Beerdigungskosten für Angehörige auf.
  • Sie ist unpfändbar bis zu einer Höhe von ca. 3.500 EUR.
  • Sie kann beitragsfrei gestellt werden um den Versicherungsschutz zu erhalten.
  • Sie kann in jungen Jahren starten und ist daher bei längerer Beitragszahlungsdauer günstiger.

Sterbegeldversicherungen sind Kapitallebensversicherungen

Eine Sterbegeldversicherung ist eine Art der Kapitallebensversicherung. Die Sterbegeld-Versicherung beinhaltet meist eine geringe Todesfallsumme zwischen 5.000 und 10.000 EUR. Sie dient als Absicherung für die Hinterbliebenen, um für eine Bestattung und die sonstigen damit verbundenen Kosten aufzukommen.


Sterbegeld-Versicherungen sind zudem laufzeitgebunden. Das bedeutet, sie laufen bis zu einem im Vertrag vereinbarten Lebensjahr der versicherten Person.


Bei den Sterbegeld-Tarifen, welche wir in unserem Versicherungsvergleich aufführen, sind beispielsweise Laufzeiten bis 65, 85 Jahre oder eine lebenslange Laufzeit bis zum Tod des Versicherten möglich.

Aufgrund der Vielzahl der verschiedenen Anbieter gibt es verschiedene Tarifmodelle mit unterschiedlichen Laufzeiten, Auszahlungszeitpunkten und Auszahlungshöhen der Versicherungssummen.
Achten Sie beim Vergleich darauf!

Tipps zur Sterbegeldversicherung

  • Kündigen Sie Ihren Vertrag der Sterbegeld-Versicherung nicht, setzen Sie ihn beitragsfrei!
    Vorteil: Sie erhalten sich den Versicherungsschutz. Die bisher eingezahlten Beiträge werden bis zum Tod verzinst. Keine finanziellen Verluste!
  • Versicherer für Sterbegeld möchten nach Möglichkeit immer eine Mindestlaufzeit von zehn Jahren haben. Das bedeutet, dass Senioren im Alter von 75 Jahren noch eine Laufzeit auswählen können, die bis zum 85. Lebensjahr läuft. Eine Person im Alter von 76 Jahren muss hingegen eine lebenslange Laufzeit wählen.
  • Sind der Versicherungsnehmer oder die hinterbliebenen Angehörigen verschuldet, dann sollte eine Versicherungssumme bis maximal 3.500 EUR gewählt werden, damit diese in den Bereich des Schonvermögens fällt.
  • Um die Beiträge der Sterbegeld Versicherung möglichst gering zu halten, kann man schon früh mit dieser Absicherung anfangen. Es gibt Versicherer, die schon ein Eintrittsalter von 18 Jahren ermöglichen, beispielsweise die Solidar. Andere sehen dagegen spätere Zeitpunkte wie 30, 40 oder 50 Jahre vor.

Beiträge zur Sterbegeldversicherung

Es gibt verschiedene Varianten der Sterbegeld-Versicherungen, bei denen die Beiträge bis zum Alter von 65, 85 Jahre oder sogar lebenslang gezahlt werden.


Die meisten Verträge werden mit monatlichen Beitragszahlungen abgeschlossen. Zusätzlich können auch Einmalzahlungen zu Beginn der Versicherung eingezahlt werden.


  • Beiträge bis zum Erreichen des 65. Lebensjahres

    Diese Beitragszahlungsdauer bietet sich für jüngere Menschen an, die ihre Angehörigen mit kleinen und damit günstigen Monatsbeiträgen absichern möchten. Diese sind oftmals nicht so hoch, wenn man Tarife mit Gesundheitsprüfung auswählt.

    Ist das Ziel der Beitragszahlungsdauer mit 65 Jahren erreicht, entfallen fortan die monatlichen Beiträge. Die Police besteht bis zum Todesfall weiter und kommt dann zur Auszahlung.

  • Beiträge bis zum Erreichen des 85. Lebensjahres

    Diese Beitragsvariante besteht simultan zu der bis zum 65. Lebensjahr. Hier gibt es bei manchen Versicherern jedoch eine Besonderheit.

    Nutzen Menschen im Alter bis 65 die Beitragszahlungsdauer bis 85 Jahre kann es sein, dass diese schon mit 75 Jahren stoppt und nicht mehr bis 85 durchgeführt werden muss. Diese Tarife sind über einen Dreiervergleich schnell zu identifizieren und bieten einen hohen finanziellen Vorteil! Eine Versicherung, die dieses Vorgehen praktiziert, ist die HDH.

  • Lebenslange Beitragszahlungsdauer

    Personen, die erst sehr spät mit der finanziellen Absicherung ihrer Angehörigen beginnen, sollten die lebenslange Beitragszahlungsdauer nutzen. Häufig wird diese Variante auch nur noch von den Versicherern zugelassen, wenn eine Laufzeit von zehn Jahren wohl statistisch nicht mehr eingehalten werden kann. In diesen Tarifen gibt es Wartezeiten, auch wenn sie nur relativ kurz sind.
Laufzeiten und Beiträge zur Sterbegeldversicherung

Gesellschaften und Tarife

Die meisten Versicherungsgesellschaften, die auch Kapitalversicherungen oder private Rentenversicherungen anbieten, bieten auch Verträge für Sterbegeldversicherungen an. Die angesprochenen Versicherer gehören hier bereits zu den beliebtesten Anbietern von Sterbegeldversicherungen.


HDH - Hinterbliebenenkasse der Heilberufe

Es handelt sich bei diesem Versicherer um einen sogenannten Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (VVaG) mit Sitz in Bayern. Dieser Verein ist ein Spezialist mit mehr als 60 Jahren Erfahrung im Bereich der Sterbegeldvorsorge und wurde im Jahr 1953 von Zahnärzten gegründet, um Mitglieder abzusichern. In unserem Versicherungsvergleich werden drei Tarife der HDH eingespielt und für Sie verglichen.


Gebein – Sterbegeldversicherung

Dieser Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (VVaG) besteht bereits seit dem Jahr 1923 und wurde zur Gründungszeit nicht als Versicherung, sondern als Solidaritätskasse für "soziale Gegenwarts- und Familienhilfe" geführt. Drei Versicherungs-Tarife stehen Ihnen in unserem Versicherungsvergleich zur Verfügung.


Solidar – Sterbegeldversicherung

Diese Versicherungsgesellschaft mit etwa 87.000 Mitgliedern wurde im Jahr 1922 gegründet. Sie war ursprünglich eine Sterbekasse des Krupp-Konzerns. Diese Versicherung wurde bis 1986 nur innerbetrieblich genutzt und dann der Allgemeinheit zugänglich gemacht. Auch hier bieten wir Ihnen drei Versicherungs-Policen im Vergleich an.


Wie unterscheiden sich die Sterbegeldversicherungen

Tarife mit Gesundheitsfragen bzw. Gesundheitsprüfung

Bei der Sterbegeldversicherung gibt es wesentliche Unterschiede zwischen Policen, die Gesundheitsfragen im Antrag haben bzw. eine Gesundheitsprüfung vorab durchführen möchten und Versicherungen, die auf Gesundheitsfragen im Antrag der Sterbegeldversicherung verzichten.


Sterbegeldversicherungen mit Gesundheitsfragen sind meist etwas günstiger und die Wartezeiten in den Anfangsmonaten entfallen teilweise. Bei Versicherungen ohne Gesundheitsfragen gibt es immer Wartezeiten zu Beginn der Sterbegeldversicherung. In dieser Wartezeit wird im Todesfall nur ein Teil der Versicherungssumme ausgezahlt.


Wartezeiten in der Sterbegeld Versicherung

Wie unter dem Punkt Gesundheitsfragen schon angerissen, gibt es einen Zusammenhang zwischen Gesundheitsfragen und Wartezeiten bei der Sterbegeldversicherung. In unserem Onlinerechner gibt es zwei Tarife, die komplett auf die Wartezeiten verzichten.


Die Tarife der Gebein und Monuta verzichten komplett auf die Wartezeiten.


Doppelte Versicherungssumme bei Unfalltod in der Sterbegeldversicherung

Ein zusätzlicher Baustein in der Sterbegeldversicherung ist der Unfalltod. In einem solchen Fall werden bei manchen Policen der Sterbegeldversicherung die Leistungen verdoppelt.


Versicherungsschutz der Sterbegeldversicherung bei Suizid

Sterbegeldversicherungen haben in ihren Versicherungsbedingungen auch den Passus der Selbsttötung (Suizid) aufgeführt. Die volle Versicherungssumme wird jedoch nur nach einer gewissen Wartezeit ausgezahlt. Tötet sich der Versicherte vor Ablauf der diesbezüglichen Wartezeit, erhalten die Hinterbliebenen in der Regel die einbezahlten Beiträge zurück.


Überschusssysteme der Sterbegeldversicherungen

Es gibt zwei Überschusssysteme der Sterbegeldversicherung: Entweder werden die Überschüsse angesammelt und als zusätzliche Versicherungssumme verwendet oder aber die Überschüsse wirken sich auf den Preis aus und die laufenden zu zahlenden Beiträge werden reduziert.


Zusätzlich gibt es auch Mischformen aus diesen beiden Überschusssystemen. Das macht den Vergleich von Sterbegeldversicherungen für Laien schwierig.


Um Ihnen die Übersicht auf die unterschiedlichen Sterbegeld-Policen zu erleichtern, haben wir einen Vergleich für Sterbegeldversicherungen entwickelt. Dieser ermöglicht es Interessenten, mit nur wenigen Schritten die persönliche Sterbegeldversicherung zu ermitteln. Probieren Sie es aus und Vergleichen Sie die Sterbegeldversicherungen miteinander.


Wie erhalten Hinterbliebene die Versicherungssumme

Um eine Sterbegeldversicherung ausbezahlt zu bekommen, sollte man sich möglichst sofort mit dem Versicherungsunternehmen, bei dem die Sterbegeldversicherung abgeschlossen wurde, in Verbindung setzen. Häufig benötigt diese eine Sterbeurkunde im Original. Daher ist es sinnvoll, sich gleich mehrere Sterbeurkunden im Original aushändigen zu lassen, da auch andere Stellen wie zum Beispiel die Stadt nur Originale akzeptieren.


Steuerfreiheit und Sicherheit

Grundsätzlich ist die Sterbegeldversicherung eine Art der Kapitallebensversicherung, das gilt auch für den Sonderausgaben Abzug. Was die steuerliche Betrachtung im Todesfall angeht, gibt es verschiedene Konstellationen. Eine Auszahlung der Versicherungssumme an die Hinterbliebenen ist dabei wohl als steuerfrei zu betrachten.


  • Eine vorherige Auszahlung der Sterbegeldversicherung aus einem Rückkauf kann Einkommensteuer bzw. eine Vererbung Erbschaftssteuer beinhalten.
  • Im Bereich Hartz IV gilt die Sterbegeldversicherung als Schonvermögen. Das Vermögen aus der Sterbegeldversicherung kann somit nicht angetastet werden und im Falle eines sozialen Abstieges sind die Ämter auch bereit, die Beträge für eine Sterbegeldversicherung weiter zu zahlen.
  • Im Falle einer Privatinsolvenz gehört die Sterbegeldversicherung mit zum Pfändungsvermögen. Bis zu einer Höhe von ca. 3.500 EUR Rückkaufswert bleibt die Sterbegeldversicherung allerdings außen vor und kann nicht gepfändet werden. Wenn Sie weitere Fragen zu steuerlichen Aspekten haben, wenden sie sich bitte an Ihren Steuerberater.
  • Werden die Beerdigungskosten von dem Arbeitnehmer aufgrund einer im Arbeitsvertrag vereinbarten Sterbegeldversicherung gezahlt, so sind die Auszahlungen steuerpflichtig.

Rückkaufwerte zur Sterbegeldversicherung

Sterbegeldversicherungen sind Kapitallebensversicherungen, die den Tod des Versicherten absichern. Hierdurch sollen, wie schon erwähnt, die Hinterbliebenen oder ¬im Falle von Alleinstehenden - die Stadt entlastet werden.


Wie bei Kapitallebensversicherungen üblich, zum Beispiel bei der privaten Rentenversicherung oder auch einer kapitalbildenden Lebensversicherung, kann man die Versicherung bei finanziellen Problemen auflösen.


Die sogenannten Rückkaufswerte ergeben sich dann aus den eingezahlten Monatsbeiträgen plus den erwirtschafteten Überschüssen oder Verzinsungen. Bei einem Rückkauf der Versicherung wird jedoch eine Bearbeitungspauschale abgezogen. Daher sollte man die Vor- und Nachteile der Rückkaufswerte, bei denen unterm Strich immer das schlechtere Geschäft gemacht wird, gegen die Beitragsfreistellung prüfen.


Alternative Möglichkeiten der Bestattungskostenübernahme

Wie bereits erwähnt, wurde das Sterbegeld bereits im Jahr 2004 von den Krankenkassen ersatzlos gestrichen. Es bleiben noch andere mögliche Quellen für eine Bezuschussung der Beerdigungskosten bestehen.

Die Erbschaft

Wenn die Angehörigen die Erbschaft der verstorbenen Person annehmen und diese ein Vermögen hinterlassen hat, zum Beispiel ein Guthaben auf der Bank, so kann dieses Geld dafür aufgewendet werden, den geliebten Menschen zu beerdigen. Dieses Geld steht einem jedoch erst nach der offiziellen Testamentseröffnung zur Verfügung, die häufig erst nach der Beerdigung stattfindet. Ist der Erbberechtigte allerdings verschuldet, würde die Erbschaft für die Begleichung der Schulden verwendet werden und das Guthaben auf der Bank fällt den Gläubigern zu.


Sterbegeld durch die Unfallversicherung

Die gesetzliche Unfallversicherung zahlt ein Sterbegeld aus, sofern eine versicherte Person infolge eines Unfalls, durch Arbeit, einen Wegeunfall oder durch eine Berufskrankheit verstirbt. Zurzeit beträgt es ca. 4.980 EUR im Westen bzw. 4.320 EUR im Osten Deutschlands. Dieses Geld erhält derjenige, der die Kosten für die Beerdigung trägt. Auskünfte erteilt die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV).


Beerdigungskosten durch Tarifverträge

Die Deutsche Telekom und andere Unternehmen, welche mit ihren Mitarbeitern einen Manteltarifvertrag vereinbart haben, bei dem ein Paragraf für das Sterbegeld enthalten ist, zahlen dieses aus. Wenn also ein Mitarbeiter eines entsprechenden Unternehmen verstirbt, können sich die Hinterbliebenen an den Arbeitgeber wenden, um diese Möglichkeit der Unterstützung zu erörtern.


Sterbegeld – Beamte und Personen im öffentlichen Dienst

Stirbt eine Person, die in einem Beamtenverhältnis beschäftigt ist, können die Hinterbliebenen ein Sterbegeld bei der jeweiligen Behörde beantragen. Das Sterbegeld ist in der Regel zwei Mal so hoch wie die Dienstbezüge. Ist die Person bereits im Ruhestand und somit ein Ruhestandsbeamter, wird das Ruhegehalt ebenfalls doppelt ausbezahlt. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte den Beamten-Informationen.


Sterbegeldversicherungen über den Arbeitgeber

Die oder der Verstorbene kann mit dem Arbeitgeber im Arbeitsvertrag eine Vereinbarung getroffen haben, um die Beerdigungskosten zu übernehmen. In diesem Fall müssen sich die Angehörigen an den Arbeitgeber halten, um an das Geld zu kommen.


Übernahme der Beerdigungskosten durch das Sozialamt

Die Bestattung kann auch vom Sozialamt, also von öffentlichen Mitteln bezahlt werden. Für diesen Fall müssen einige Kriterien erfüllt sein:


  • Der Nachlass des Verstorbenen ist zu gering
  • Die Hinterbliebenen sind selber nicht in der Lage, die Beerdigungskosten zu übernehmen
  • Die Person hat keine Verwandten mehr, die für die Bestattungskosten verpflichtet werden können

Das Sozialamt übernimmt zudem nur die Kosten, die für ein sogenanntes "Armenbegräbnis" unbedingt notwendig sind. Die Beerdigung der Person ist dennoch, in dem möglichen Rahmen, ehrenvoll. Für detaillierte Informationen wenden Sie sich bitte an das zuständige Sozialamt.


Diese Leistungen können in der Sozialbestattung enthalten sein:


  • Wahl zwischen Erd- und Feuerbestattung
  • Überführungskosten
  • Sargträger
  • Bestattungs- und Friedhofsgebühren
  • Grabkreuz, Pflanzen sowie ein Grabkissen
  • Geistliche Begleitung bei der Trauerfeier
  • Leistungen des Bestattungsunternehmens

So sehen Finanztest und Ökotest Sterbegeldversicherungen

Die Stiftung Warentest monierte in ihrem letzten durchgeführten Test im Jahr 2009, dass Sterbegeldversicherungen, die keine Gesundheitsprüfung beinhalten, eine Wartezeit voraussetzen. Setzen die Sterbegeld-Policen keine Wartezeit voraus, werden wiederum Gesundheitsfragen gestellt.


Wer diese Vorgehensweise aus der Sicht der Versicherungsgemeinschaft betrachtet, sieht sofort, dass es notwendig ist, so vorzugehen, da hierdurch die Risiken der übrigen Versicherten minimiert werden und der Versicherer im Todesfall zahlungsfähig bleibt.


Alternative Versicherungsprodukte, die den Todesfall absichern

  • Risikolebensversicherung

    Die Risikolebensversicherung gehört zu einer der flexibelsten und wichtigsten Versicherungen, die zum Schutz der Hinterbliebenen gewählt wird. Mit den Beiträgen sind Sie flexibel und können ebenfalls eine Beitragsfreistellung erhalten. Der einzige Unterschied ist, dass diese Versicherung keine kapitalbildende Versicherung ist und somit kein Vermögen anspart und bei Erleben des Ablaufdatums zur Auszahlung kommt. Sie leistet ausschließlich bei Tod des Versicherten.
  • Private Unfallversicherung

    Die private Unfallversicherung ist eine Versicherung, die im Falle eines Unfalls - neben der gesetzlichen Unfallversicherung - leistet. Sie tritt ein, wenn die versicherte Person Langzeitschädigungen aufgrund eines Unfalls hat und bei Tod. Es sind Leistungen inkludiert wie Invaliditätsleistung, Unfall-Krankentagegeld, Unfall-Krankenhaustagegeld, Todesfallleistungen, Bergungskosten oder kosmetischen Operationen.
  • Todesfallabsicherung ohne Gesundheitsfragen

    Die Todesfallabsicherung ohne Gesundheitsfragen ist eine spezielle Versicherung für Menschen, die keine Risikolebensversicherung erhalten können. Eine Gesundheitsprüfung würden sie nicht bestehen, da sie gesundheitlich bereits vorbelastet sind. Diese Art der Todesfallabsicherung ist etwas teurer, bietet aber die Möglichkeit, sein Geld wie in einer kapitalbildenden Lebensversicherung anzulegen. Die Versicherung kommt zur Auszahlung, wenn der Versicherte während der Laufzeit verstirbt oder wenn er die Ablaufzeit des Vertrages erlebt. Vorteil: Man zahlt bei einer Auszahlungssumme von 40.000 EUR innerhalb einer Laufzeit von 30 Jahren nur knapp 20.000 EUR ein.
  • Treuhandkonto

    Hierbei handelt es sich um eine spezielle Kontoart, bei dem ein Vermögen verbucht wird, das aber nicht dem Kontoinhaber gehört. Das bedeutet, der Kontoinhaber wird als Treuhänder eingesetzt und nutzt das Guthaben nur auf Wunsch des Einzahlenden oder zum vorherbestimmten Zweck. In unserem Fall würde das Geld für die Bezahlung der Beerdigungskosten verwendet werden.

Die Sterbegeldversicherung vergleichen - wichtige Absicherung

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