Heil- und Kostenplan – Ablehnung bei Zahnbehandlung

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Zahnzusatzversicherung – Warum Ihr Heil- und Kostenplan abgelehnt wurde

Henriette K. aus Berlin fragt:
„Wie kann es sein, dass meine Zusatzversicherung die Übernahme vom Heil- und Kostenplan verweigert? Ich habe alles rechtzeitig eingereicht und möchte doch nur eine der vertraglich festgelegten Tarifleistungen wahrnehmen!“

Erkennen Sie sich in unserem Beispiel wieder oder haben Angst, dass es Ihnen bei einem Versicherungsabschluss genauso gehen könnte? Vielen Patienten wird eine Leistungserstattung für den Heil- und Kostenplan bei Ihrer Zahnzusatzversicherung verweigert. Die Enttäuschung der Versicherten ist groß. Abgelöst wird die Enttäuschung durch Unverständnis. Es tauchen Fragen auf: Wieso lehnt meine Versicherung die Bezahlung der Behandlungsmaßnahme ab? Wofür habe ich den Tarif überhaupt abgeschlossen? Diese Fragen werden wir für Sie im nachfolgenden Text beantworten. Wir haben noch eine kleine Checkliste für Sie, mit der Sie eine gute von einer schlechten Versicherung unterscheiden können.

Heil- und Kostenplan für ZahnzusatzversicherungenZahnzusatzversicherungen schossen wie Pilze aus dem Boden, als 2005 die Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) festlegten, nur noch einen Festzuschuss für alle zahnmedizinischen Maßnahmen zu bezahlen. Rund 50 Einzelbefunde umfassen den Leistungskatalog der GKV. Bei denen jeweils ein angepasster Betrag für die Regelversorgung, auch Festzuschuss genannt, jährlich neu festgelegt wird. Wenn bei einem Patienten jedoch mehr gemacht werden muss als vorgesehen, dann muss er das selber bezahlen. Für viele Menschen wird deshalb die so wichtige Zahngesundheit unerschwinglich. Hierbei ist noch zu erwähnen, dass ausschließlich GKV-Versicherte betroffen sind, Privatversicherte nutzen ja ohnehin schon das System der Privaten Krankenversicherung (PKV).

Mögliche Leistungen einer Zahnzusatzversicherung:

  1. 3,5-facher Satz des Zahnarzthonorars
  2. höherwertige Zahnfüllungen wie Kunststoff- oder Goldfüllung
  3. Verblendungen der Zahnkronen
  4. Verwendung von Keramik oder anderen Materialien bei Zahnbrücken
  5. Kostenübernahme bei Zahnimplantaten
  6. Kostenübernahme für Kieferorthopädie
  7. Professionelle Zahnreinigung
  8. Behandlung unter Vollnarkose beim Ziehen der Weisheitszähne oder bei Wurzelbehandlungen
  9. usw.

Achten Sie auf die Wartezeiten und Tarifleistungen

Die Versicherungsgesellschaften locken meist mit sehr günstigen Beiträgen. Es ist also jedem möglich, eine Zahnzusatzversicherung der eigenen Zahngesundheit zur Liebe abzuschließen. Hierbei müssen Sie aber einiges beachten, um am Ende nicht doch auf den Gesamtkosten Ihrer Behandlung sitzen zu bleiben.

Es kann davon ausgegangen werden, dass im Endeffekt immer eine gewisse Eigenleistung von Nöten ist. Der Eigenanteil kann dennoch größer oder auch kleiner ausfallen, je nach dem, welcher Tarif gewählt wurde. Wichtig ist zudem zu wissen, dass Versicherungen nicht unmittelbar nach Versicherungsbeginn dazu verpflichtet sind, die vollen Kosten zu übernehmen. Bei einigen besteht sogar eine Wartezeit von acht Monaten, bevor Leistungen in Anspruch genommen werden können.

Versicherungen wollen die Versicherungsgemeinschaft schützen

Die Versicherungen wollen sich in der Regel vor hohen Kosten schützen, die entstehen, wenn Patienten erst dann eine Versicherung abschließen, wenn bei ihnen längst ein Problem festgestellt wurde. Manche Anbieter haben gar keine Wartezeit, doch hier gilt dann meistens eine Summenbegrenzung in den Anfangsjahren, durch die dem Versicherten am Anfang lediglich 20 bis 30 Prozent der entstandenen Kosten ausgezahlt werden. Doch auch diese Verfahrensweise kann die eigene Haushaltskasse kurzfristig entlasten. Sie müssen sich also im Vorfeld entscheiden, welcher Versicherungstyp Ihnen mehr zusagt, mit Wartezeiten oder ohne.

Auch beim Zahnersatz gibt es Leistungsunterschiede

Gute Versicherungen erstatten tatsächlich 100 Prozent des Rechnungsbetrages, andere hingegen 70 bis 90 Prozent. Es gibt zudem Versicherer, die lediglich 20 Prozent zahlen. Das würde für Versicherte bedeuten, dass sie immer noch 80 Prozent des Eigenanteils übernehmen müssen, trotz Abschluss einer Zusatzversicherung. Je nach Tarif kann die Kostenübernahme von Zahnimplantaten ein Teil der Tarifleistung sein – in diesem Fall sind 80 Prozent Eigenbeteiligung eine große finanzielle Belastung. Wählen Sie also mit Bedacht den richtigen Tarif für sich aus. Sie können eine Menge Geld sparen, wenn die Versicherung für den Großteil Ihrer entstandenen Kosten aufkommt.

Haben Sie bereits vor Jahren eine Zahnzusatzversicherung abgeschlossen, dann sollten Sie sich unbedingt die Tarifleistungen noch einmal vor Augen führen. Es kann durchaus vorkommen, dass Ihre Versicherung schlichtweg veraltet ist und für bestimmte Dinge, z. B. Zahnerhalt durch eine professionelle Zahnreinigung, gar nicht aufkommt.

Die Sache mit den Gesundheitsfragen

Ganz wichtig bei Tarifen ohne Gesundheitsfragen im Antrag: Spätestens wenn Sie einen sogenannten Heil- und Kostenplan einreichen müssen, kann es zu unangenehmen Enttäuschungen kommen. Da Sie gewissermaßen vorab nicht den Ist-Zustand Ihrer Zahngesundheit niedergeschrieben haben, kann es vorkommen, dass die Versicherung meint, für bestimmte Leistungen nicht aufkommen zu müssen.
Bei Tarifen mit Gesundheitsfragen besteht die Problematik darin, dass Sie als Patient kaum die komplexen Fragen der Versicherung beantworten können. Es kann passieren, dass der Versicherungsschutz nicht gewährleistet ist, wenn Sie vorab die Gesundheitsfragen falsch beantwortet haben.

Das Risiko, die Fragen nicht korrekt zu beantworten, lässt sich umgehen, wenn Sie mit Ihrem Zahnarzt gemeinsam die Fragen beantworten. Die Mithilfe des Zahnarztes sei an dieser Stelle angeraten, denn nur Ihr Zahnarzt kann sagen, wie es um Ihre Zahngesundheit steht und er durchschaut, was die Versicherung im Einzelnen mit den Fragen erreichen will.

Vorweg der Heil- und Kostenplan

Wenn Sie eine Zusatzversicherung abgeschlossen haben, dann steht Ihnen bei einer größeren kostenintensiven Behandlung Folgendes bevor: Sie müssen als Versicherter einen Heil- und Kostenplan bei Ihrem Versicherungsträger einreichen. Dies muss vor der Behandlung geschehen, sonst kann es passieren, dass die Versicherung sich überhaupt nicht verpflichtet fühlt, auch nur einen Cent für die Behandlung zu bezahlen.

Wieso es zur Ablehnung kommt

Die Versicherungsgesellschaften können Patienten aus den unterschiedlichsten Gründen die Kostenübernahme des Heil- und Kostenplans verweigern. Deshalb ist es wichtig, sich vorab gründlich über Zahnzusatzversicherungen zu informieren. Falsch gewählte tarifliche Leistungen können Enttäuschungen bereiten. Zudem können falsche Angaben durch den Versicherten bei der Beantwortung der Gesundheitsfragen dazu führen, dass ihr Versicherungsschutz nicht gilt. Doch es gibt noch mehr Gründe, weswegen Versicherungen häufig die Kostenübernahme unterlassen.

Zu spätes Interesse

Viele Versicherte schließen erst eine Zahnzusatzversicherung ab, wenn ihnen zuvor der Zahnarzt eine Behandlung angeraten hat. Sie können zwar in so einem Fall noch eine Versicherung abschließen, jedoch sind dies eben lediglich nur noch Versicherungen, die keine Gesundheitsfragen im Antrag haben oder solche mit Sofortleistungen, wie der Tarif ERGO Direkt ZEZ.

Ein Tarif ohne Gesundheitsfragen immer, dass der Versicherer sich beim ersten Leistungsfall schriftlich bei Ihrem Zahnarzt melden wird. Mit der Arztanfrage wird dann nachträglich geklärt, ob der Behandlungsbedarf bereits vor Vertragsabschluss bestanden hat. Ist dies der Fall, erfolgt keine Leistung.

Seien Sie sich im Klaren darüber, dass eine Zahnzusatzversicherung für Ihre Zahngesundheit sinnvoll ist. Sie fängt den hohen Anteil der Kosten auf, die die GKV über den Heil- und Kostenplan nicht mehr übernimmt. Nutzen Sie unsere kurze Checkliste, damit Sie Ihre optimale Zahnzusatzversicherung finden.

Unsere Checkliste:

  1. Möchten Sie eine hohe Leistung, dann wählen Sie unbedingt eine Versicherung, deren Leistungen 50 Prozent der Kosten oder höher abdecken.
  2. Prüfen Sie, ob die von Ihnen gewählte Versicherung ebenso kassenunabhängige Leistungen abdeckt. Der Idealfall sollte schließlich sein, dass die zusätzliche Versicherung Kosten übernimmt, die die GKV eben nicht leistet.
  3. Entscheiden Sie sich für eine Versicherung mit gar keiner oder lediglich wenigen Monaten Wartezeit. Je kürzer die zeitliche Begrenzung, desto eher können höhere Leistungen in Anspruch genommen werden.
  4. Achten Sie unbedingt auf Begrenzungen innerhalb bestimmter Leistungsgruppen. Zahnimplantate können bei schlechten Versicherungen für den Versicherungsnehmer zu einer echten Kostenfalle werden. Bedenken Sie: Wenn die Versicherung bloß 500 EUR pro Zahn bezahlt, dann kann der Eigenanteil des Patienten immer noch um die 2.000 EUR pro Zahnimplantat betragen.
  5. Ein guter Tarif sieht vor, dass Zahnarzthonorare zu einem 3,5-fachen Satz übernommen werden. Wenn die Tarife beispielsweise lediglich den 2,3-fachen Satz abdecken, sind sie schlecht.
  6. Sie sind bei einer Zahnzusatzversicherung in guten Händen, wenn diese bei einer Implantatleistung ebenso vorsieht, den vorangegangenen erforderlichen Knochenaufbau mitzufinanzieren. Zudem müssen Sie auf die Anzahl der erstattungsfähigen Implantate achten. Sechs Implantate pro Kiefer sprechen für eine akzeptable Versicherung.
  7. Wenn eine Prophylaxe, eine Wurzel- sowie eine Parodontosebehandlung oder sogar die Kosten für eine Vollnarkose mit versichert sind, spricht dies für einen guten Versicherungstarif.
  8. Akzeptable Zusatzversicherungen decken auch kieferorthopädische Maßnahmen ab. Wenn Sie Kinder haben, sollten Sie für sie eine Zahnzusatzversicherung wählen, die diesen mit Leistungspunkt abdeckt. Da die kieferorthopädische Behandlung bei Jugendlichen enorme Kosten verursachen kann.

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Krankengeld – wenn das Kind krank ist

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Das Kind ist krank – Krankengeld und Arbeitnehmerrechte

Das eigene Kind ist krank – das ist eine Situation, vor der sich viele Arbeitnehmer fürchten, da vielen unklar ist, wie es sich mit dem Krankengeld verhält. Damit Sie sich in der Krankenzeit ohne Sorge Ihrem Kind widmen können, haben wir in diesem Text zahlreiche Informationen zusammengetragen, die für Sie als Arbeitnehmer wichtig sind.

Wir klären, wann Ihnen Krankentage für das Kind zustehen und welche Unterschiede die gesetzliche und private Krankenversicherung machen. Darüber hinaus zeigen wir auf, wann der Arbeitsausfall bezahlt wird und in welchen Fällen Sie unbezahlte Tage zur Versorgung Ihres Kindes in Anspruch nehmen sollten.

Die Pflichten der Arbeitnehmer

Krankengeld für die Pflege der KinderAuch Sie als Arbeitnehmer haben verschiedene Dinge zu erfüllen, um Krankentage und Krankentagegeld für die Pflege Ihres kranken Kindes zu erhalten. In diesem Text erfahren Sie, welche Bescheinigungen Sie Ihrem Arbeitgeber vorlegen müssen.

Eltern von kranken Kindern greifen oft auf die Großeltern als Betreuer zurück. Wir klären, ob der Arbeitnehmer Sie dazu anhalten darf, Oma und Opa als Betreuungspersonen einzusetzen.
Nicht zuletzt soll es in diesem Text um Ihren Lohn gehen. Wird er in jedem Fall weiter gezahlt, wenn Sie mit Ihrem kranken Kind zu Hause bleiben? Wie hoch ist das Krankentagegeld der
Krankenkassen und wann können Sie es in Anspruch nehmen

Der Anspruch haben Sie bei der Freistellung vom Job

Wenn das eigene Kind krank wird, stehen viele Eltern vor der Frage, wie sie die Betreuung ihres Sprösslings sicherstellen. Den meisten Eltern ist klar: Unbegrenzt mit ihrem Kind zu Hause zu bleiben, ist nicht möglich.

Der Gesetzgeber räumt jedoch eine gewisse Anzahl von Tagen ein, die Ihnen als Arbeitnehmer zustehen. Bei besonderen Ereignissen, die Ihr Leben persönlich betreffen, haben Sie einen Anspruch darauf, von Ihrer Arbeit freigestellt zu werden.

Freistellung bei Krankheit des Kindes

Besondere Ereignisse sind neben Beerdigungen und der eigenen Hochzeit eben auch eine Krankheit des eigenen Kindes. Für Kinder unter 12 Jahren kann bis zu fünf Tage Sonderurlaub gewährt werden. Dieser ist im § 616 BGB geregelt. Um Sonderurlaub zur Betreuung Ihres Kindes in Anspruch nehmen zu können, müssen Sie dem Arbeitgeber eine Bescheinigung des Arztes vorlegen, dass Ihr Kind zu Hause betreut werden muss.

Lebt noch eine weitere Person im Haushalt, die die Betreuung übernehmen könnte, muss diese Person die Pflege des Kindes übernehmen. In der Regel ist dies das jeweils andere Elternteil. Müssen beide Eltern arbeiten, müssen sie sich einigen, wer von beiden den Sonderurlaub in Anspruch nimmt. Vom Gesetz oder vom Arbeitgeber kann nicht gefordert werden, dass sich die Großeltern um die Kinder im Krankheitsfall kümmern, auch wenn sie nur zwei Häuser weiter wohnen.

Vergessen Sie nicht, Ihren Arbeitgeber vor Arbeitsbeginn über die Erkrankung Ihres Kindes zu informieren.

Neben dem Sonderurlaub haben Sie einen Freistellungsanspruch

Nach dem § 45 SGB V haben Sie einen Freistellungsanspruch. In diesem Fall stellt Sie Ihr Arbeitgeber unbezahlt frei. Dies bedeutet, er zahlt Ihnen für den Arbeitsausfall keinen Lohn. Die Krankenkasse springt ein und zahlt 70 % des Bruttolohns bzw. höchstens 90 % des Nettolohns. Als Arbeitnehmer haben Sie Anspruch auf zehn Kinderkranktage und zwar für jedes Kind.

Bei zwei Kindern haben Sie also 20 Tage, in denen Sie zur Pflege Ihrer Kinder Krankengeld beziehen können. Bei drei und mehr Kindern ist die Zahl der Tage auf 25 pro Jahr begrenzt. Sind Sie alleinerziehend, erhöht sich Ihr Anspruch. Sie erhalten dann 20 Tage pro Kind oder 50 Tage bei drei und mehr Kindern.

Erkranken Kinder an einer lebensbedrohlichen Krankheit, wird die Begrenzung der Tage aufgehoben.

Krankengeld in der privaten Krankenversicherung

Doch aufgepasst! Die Regelungen greifen nur, wenn Sie und Ihr Kind in den gesetzlichen Krankenkassen versichert sind. Mitglieder der privaten Krankenversicherungen gehen leer aus. Dies gilt auch, wenn Ihr Kind in der privaten Krankenversicherung mitversichert ist. Der Anspruch darauf, vom Arbeitgeber nach § 45 SGB V freigestellt zu werden, bleibt jedoch in jedem Fall bestehen. Sie beziehen dann im Falle einer privaten Krankenversicherung in der Zeit der Betreuung Ihres Kindes kein Krankengeld oder Lohn. Egal ob Sie in Vollzeit- oder Teilzeit arbeiten, den Anspruch auf Freistellung haben Sie immer.

Wenn das Kind im Urlaub krank wird

Und was ist, wenn Ihr Kind im Urlaub krank wird? Werden Sie als Arbeitnehmer im Urlaub krank, werden Ihnen die entgangenen Urlaubstage gutgeschrieben. Dies gilt nicht, wenn eines Ihrer Kinder im Urlaub erkrankt und Sie es betreuen müssen. Ihr Urlaub gilt dann als genommen.

Wird das eigene Kind krank, braucht Sie dies im Hinblick auf Ihr Arbeitsverhältnis nicht zu beunruhigen. Der Gesetzgeber hat dafür Sorge getragen, dass Sie sich ohne Angst um Ihr krankes Kind kümmern können. Ist Ihr Kind häufiger krank, kann es sich lohnen, wenn möglich die Hilfe der Großeltern in Anspruch zu nehmen, um so Kinderkranktage zu sparen.

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U-Untersuchungen – Änderungen ab Sept. 16

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Änderungen der U-Untersuchungen ab 09/2016

U-Untersuchungen – Wenn Sie kleine Kinder im Vorschulalter haben, besitzen Sie für jedes Kind ein gelbes Heft, in dem alle Untersuchungen und Impfungen dokumentiert werden. Schon seit den 70er Jahren werden diese Hefte von den Ärzten ausgegeben und geführt. Ab dem 01. September 2016 gab es folgende Änderungen bei den Vorsorgeuntersuchungen. Was das für Sie und Ihr Kind bedeutet, haben wir für Sie zusammengefasst.

Das änderte sich ab 1. September 2016

Das kleine gelbe Heft hat jede Familie mit Kindern. Nach der Geburt des Kindes bekommen Eltern das Untersuchungsheft, in dem alle wichtigen Untersuchungen und Vermerke eingetragen werden. Bis zur Einschulung können Sie so alle wichtigen Termine und U-Untersuchungen Ihres Sprösslings im Blick behalten. Hier werden die geregelten Untersuchungen von der U 1 bis zur U 9 eingetragen. Entwicklung und Wachstum werden festgehalten, Seh – und Hörfähigkeit werden getestet und ebenfalls dokumentiert. Das Untersuchungsprogramm stammt ursprünglich aus den 70er Jahren. Ab dem 01. September dieses Jahres liegt das neue gelbe Heft vor, da es bei den U-Untersuchungen wichtige Ergänzungen gibt.

Wer bekommt das neue Heft?

Von der Hebamme oder der Geburtsklinik bekommen Eltern von Neugeborenen gleich nach der Geburt das neue Heft. Eltern mit Kleinkindern, die ihre Untersuchungen bis zur U 6 bereits absolviert haben, bekommen das neue gelbe Heft zusätzlich zu ihrem alten. Befunde, die bereits im alten Heft verzeichnet wurden, werden aber nicht ins neue übertragen, sondern bekommen einzelne Einlegeblätter zum Einheften.

Voraussichtlich haben alle Kinderärzte das neue Heft pünktlich ab dem 01. September 2016 eingeführt. Sollten Sie das neue Heft nicht erhalten haben, so fragen Sie gezielt danach.

Welche Änderungen sind in dem neuen Untersuchungsheft enthalten?

Die Neuregelung ist dazu da, die Gesundheit
von kleinen Kindern besser zu U-Untersuchungen - Änderungen im September 2016beaufsichtigen. Das Kindergesundheitsprogramm ist ein wichtiger Schritt für die Gesundheitsvorsorge. Verbesserungen sind vor allem in den Bereichen der Entwicklung der Fein – und Grobmotorik sowie der Sprache und Sehleistung vorgesehen.

Eine neue Einführung ist das Mukoviszidose – Screening für Neugeborene. Diese Drüsenkrankheit wirkt sich schädlich auf die Lungen – und Darmfunktion aus und kann zum frühzeitigen Tod führen. Mukoviszidose ist bisher unheilbar. Lässt sich die Krankheit jedoch frühzeitig diagnostizieren, kann eine höhere Lebenserwartung erzielt werden. Allein durch die Entnahme eines Blutstropfens des Neugeborenen kann die Krankheit schnell und effektiv erkannt werden.

Kritikpunkte seitens der Kinderärzte

Viele Kinderärzte sind eher enttäuscht über das neue Programm. Die Früherkennung psychischer Krankheiten, wie zum Beispiel Verhaltensauffälligkeiten, wird nicht zur Genüge in Augenschein genommen. Vor allem für Kinder, die sich im Vorschulalter befinden, wäre es wichtig, die Konzentrationsfähigkeit zu testen, um später entstehende Probleme vorzubeugen.

Praktische Vorteile des neuen Hefts

Das neue Heft beinhaltet eine herausnehmbare Teilnahmekarte. In Schulen und Kindergärten können Eltern nun bequem die Teilnahme an Frühuntersuchungen nachweisen, ohne persönliche Informationen – wie zum Beispiel ärztliche Befunde und den Entwicklungsstand des Kindes – an Dritte weiterzugeben. Meldet man sein Kind in der Kita an, so kann man mit der Teilnahmekarte eindeutig nachweisen, dass das Kind alle nötigen Impfungen im Laufe der Zeit bekommen hat. Massenhaften Erkrankungen an Masern oder anderen Krankheiten in Schulen und Kindergärten kann so gezielt vorgebeugt werden.

U-Untersuchungen von Schulkindern und Teenagern

Früherkennungsmaßnahmen im Vorschulalter werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Grundsätzlich sind die Untersuchungen von U 1 bis U 9 freiwillig. Einige Bundesländer dagegen behelfen sich mit einem staatlichen Einladungssystem, damit sich Eltern gezielt mit der Gesundheit ihrer Kinder beschäftigen und dieser wichtige Aspekt nicht in Vergessenheit gerät. Es werden teilweise sogar die Kosten für die erste Jugenduntersuchung J 1, die sich an 12- bis 14-Jährige richtet, von der Krankenkasse übernommen.

Anders schaut es mit den Untersuchungen aus, die im Grundschulalter und im späteren Jugendalter durchgeführt werden. Die U 10, U 11 sowie die J 2 werden zwar auch von den Krankenkassen bezahlt, ein gesetzlicher Anspruch darauf existiert jedoch nicht. Aus diesem Grund werden die gesetzlichen Regelungen vom gemeinsamen Bundesausschuss der Ärzte und den Kassen noch überprüft.
Die Ausweitung der Leistungen fällt genauso in den noch zu überprüfenden Bereich. Demnach sollen sowohl Grundschüler als auch Teenager regelmäßig zu den Untersuchungen vorgeladen werden. Die drei Vorsorgeuntersuchungen U 10, U 11 und die J 2 sollen zur gesetzlichen Regelleistung der Krankenkassen werden. Das Präventionsgesetz steht allerdings noch in der Diskussion.

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Zahnersatz – Die Hälfte benötigt ihn

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Jeder Zweite benötigt Zahnersatz und Finanzierungshilfen

Heutzutage benötigt fast jeder zweite Zahnersatz und Implantate sind teuerDeutsche Zahnersatz. Die finanzielle Herausforderung dabei ist allerdings, dass guter Zahnersatz oft teuer ist. Es gibt mittlerweile sehr gute Finanzierungsmöglichkeiten, die dabei helfen, die eigene Zahngesundheit zu erhalten. Die meisten Bundesbürger gehen davon aus, dass sie irgendwann Zahnersatz benötigen werden, daher stehen Zahnzusatzversicherungen auf der Versicherungs-Wunschliste ganz oben.

Das Meinungsinstitut INSA hat eine Umfrage gestartet und herausgefunden, dass bereits über fünfzig Prozent der Deutschen eine Zahnzusatzversicherung für den Erhalt der Zahngesundheit abgeschlossen haben. Die Zahlen belegen, dass bereits die Hälfte der Menschen, welche noch keine Versicherung abgeschlossen haben, davon ausgeht, in Zukunft eine zu benötigen. Dadurch ist klar, warum sich die Abschlüsse der Zahnzusatzversicherungen in den letzten zehn Jahren fast verdoppelten: Im Jahr 2005 waren es ca. 7,8 Millionen Menschen, die eine Zusatzversicherung abgeschlossen, im Jahr 2015 erhöhte sich die Zahl der Versicherten fast auf 15 Millionen.

Zahnarztbehandlungen sind oft mit zusätzlichen Kosten verbunden

Patienten stellen vermehrt fest, dass bei regelmäßiger Prophylaxe und trotz des geführten Bonushefts immer noch hohe Kosten anfallen können. Je nachdem welchen Zahnersatz der Patient benötigt, fällt die Rechnung mal höher oder mal geringer aus. Durch eine private Zahnzusatzversicherung können die anfallenden Kosten deutlich reduziert werden. Vor allem hochwertiger Zahnersatz wie beispielsweise Implantate oder Inlays sind in besserer Ausführung sehr kostspielig.

Durchschnittlich 904,00 EUR zahlen Bundesbürger bei Zahnersatz aus eigener Tasche

Dadurch dass die Deutschen ästhetische Ansprüche an ein schönes Lächeln haben, stellt sie die Regelversorgung der gesetzlichen Krankenkassen nicht zufrieden. Durschnittlich zahlt jeder Bundesbürger bei seinem Zahnersatz rund 904,00 EUR aus eigener Tasche hinzu. „Das wissen natürlich auch die Zahnärzte“, sagt der Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung in Rheinland-Pfalz (KVZ). Um die Kosten ein wenig einzudämmen, empfiehlt es sich, immer ein zweites Angebot einzuholen. Zudem ist es ratsam, den Heil- und Kostenplan zu prüfen.

Über 300 unterschiedliche Tarife für Zahnersatz auf dem deutschen Markt

Wie soll man sich da entscheiden? Hilfe kommt durch Versicherungsvergleiche und niedergelassenen Versicherungsmakler. Doch kann das riesige Angebot an Tarifen auch die Qualität halten? Die Ratingagentur Assekurata hat dies genauestens geprüft und dabei festgestellt, dass ungefähr die Hälfte der Tarife wirklich sehr gut sind.

Diese Anbieter mit Zahnzusatzversicherungen für Zahnersatz sind zu empfehlen

Die besten Tarife werden hierbei von der Inter, der AXA und der Gothaer Versicherung angeboten. Diese drei Tarife haben vom Rating Unternehmen die Note 1,0 erhalten. Ebenfalls die Note „sehr gut“ (1,1 – 1,3) erhielten die Tarife auf den Plätzen vier bis zehn. Dabei handelt es sich um die Versicherungen für Erwachsene.

Bei den Tarifen für Kinder wurden die AXA,DKV, Inter und die Württembergische Versicherung auf den ersten Platz gewählt. Alle erhielten die Note 1,1. Der zehnte Platz bekam eine 1,5 als Note.

Die Zahnversorgung der gesetzlichen Krankenkassen wird zunehmend eingeschränkt

Da die gesetzliche Krankenkasse (GKV) in den letzten Jahren immer wieder durch unterschiedliche Gesetzesänderungen ihre Leistungen eingeschränkt hat, wächst natürlich auch der Erfolg bei den privaten Zahnzusatzversicherungen immer weiter.

Festzuschüsse der Krankenkassen gibt es schon seit ungefähr zehn Jahren nur noch für die Regelversorgung. Aber beispielsweise für Implantate, Kronen, Veneers oder sonstigen Zahnersatz sind Zahnzusatzversicherungen immer ein großer Vorteil.

Zahnersatz günstiger durch gepflegte Bonushefte

Bei den gesetzlichen Krankenkassen gibt es natürlich die Möglichkeit, die Festzuschüsse etwas aufzustocken. Dies geschieht durch das Bonusheft, welches jeder Patient ausgehändigt bekommen hat. In dem Bonusheft wird jeder Zahnarztbesuch mit einem Stempel vermerkt. Wird das Bonusheft regelmäßig über fünf Jahre lang geführt, so erreicht man eine erste Stufe, die bares Geld spart. Führt man das Bonusheft mehr als zehn Jahre, lohnt es sich sogar noch mehr. Diese Zuschüsse gelten jedoch nur für die Kassenleistungen aus Metall, nicht für höherwertigen Zahnersatz.

Welche Möglichkeiten bieten Zahnzusatzversicherungen beim Zahnersatz

Unter den Zahnzusatzversicherungen gibt es Tarife, die so abgeschlossen werden können, dass sie sogar hundert Prozent der Kosten für den Zahnersatz sparen. Jedoch haben viele Versicherungen für die ersten Jahre Leistungsgrenzen festgelegt. Dies bedeutet, dass Sie zum Beispiel in den ersten ein bis drei Jahren nach Abschluss der Versicherung noch nicht die volle Erstattung erhalten, sondern erst nach einem bestimmten Zeitraum.

Ein Vergleich lohnt sich auf jeden Fall immer und nimmt gar nicht viel Zeit in Anspruch. Der Vergleich ist einfach und unkompliziert und zeigt Ihnen direkt auf, welcher Tarif für Sie der beste ist. Das ACIO-Vergleichsportal ist immer auf dem neuesten Stand, aktualisiert und prüft regelmäßig die besten Tarife. Eine gute Versicherung muss nicht immer gleich teuer sein und ist in jedem Fall günstiger als die Rechnung für den Zahnersatz, die Sie vom Zahnarzt bekommen.

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Xylit – mit Zuckerersatz zur Zahngesundheit

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Zucker schadet den Zähnen – Xylit nicht!

Dass der Zuckerersatzstoff Xylit die ersehnte Fusion von Zahngesundheit und Süße schaffen könnte, ist ein eher neuer Ansatz. Wir klären auf, was Sie über den Zuckerersatzstoff wissen sollten.

Wieso Zucker Karies hervorruft

Unsere natürliche Mundflora besteht aus unterschiedlichen Bakterien und Pilzen. Viele davon zählen zur Bakteriengattung Streptokokken, so zum Beispiel Streptococcus mitis, sanguis oder salivarius. Karies entsteht durch das Zusammenwirken von kariogenen Mikroorganismen. Bakterien in der sogenannten Plaque greifen mit ihren Stoffwechselprodukten den Zahnschmelz an und verursachen dadurch Löcher in den Zähnen.

Xylit und Stevia ZuckerersatzDie Bakterienart Streptococcus mutans gilt als wichtigster Karieskeim und bildet extrazelluläre Glukanpolymere aus der Saccherose im Speisebrei. Durch diese Stoffe heftet sich das Bakterium an den Zahnschmelz, wo es vor allem die Zahnhälse besiedelt und durch seine Ausscheidungen Zahnfleischentzündungen sowie Parodontitis hervorruft. Kohlehydrate werden von dem Bakterium zu Milchsäure verstoffwechselt. Der pH-Wert der Mundflora fällt daraufhin ab und die Zähne demineralisieren. Außerdem ist das Bakterium dazu in der Lage, die IgA-Antikörper des Menschen zu deaktivieren und auf diese Weise das Immunsystem zu schwächen. Karies, Parodontitis sowie immunologische Schwächung sind dadurch eng miteinander verwandt und haben oft einen Befall mit Bakterien der Spezies Streptococcus mutans zur Ursache.

Zuckerersatzstoff, der Gesundheit zuliebe

Nur rund ein Prozent aller erwachsenen Deutschen sind kariesfrei. Da Bakterien wie das Hauptkariesbakterium Streptococcus mutans Kohlehydrate für ihren Stoffwechsel benötigen, sind Stärke und vor allem Zucker Gift für die Zähne. Der Deutsche nimmt im Jahr durchschnittlich 70 Kilogramm Zucker zu sich. Nur zehn Prozent der täglichen Energie sollten laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) allerdings in Form von Zucker konsumiert werden. Statt sich mit den empfohlenen 50 Gramm Zucker den Tag zu versüßen, verwenden die Deutschen laut Verbraucherservice Bayern tagtäglich oft die doppelte Menge. So ist es nicht immer gewesen: 1800 wurden nur fünf Kilogramm Zucker pro Jahr konsumiert. Zur Jahrhundertwende ins 20. Jahrhundert waren es 40 Kilogramm. Die Zuckersucht ist seither im Anstieg, dasselbe gilt für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Zahnerkrankungen.

Zuckerersatzstoff Stevia – Experten warnen vor Überdosierung

Immer häufiger greifen Gesundheitsbewusste der Zahngesundheit und Kalorienbilanz zuliebe mittlerweile auf Zuckerersatzstoff zurück. Neben Stevia sind vor allem Honig und Dicksäfte als natürliche Zuckeralternativen bekannt. Die Langzeitwirkung vieler Ersatzstoffe ist bislang nicht abschließend erforscht. Da Produkte wie nullkalorischer Stevia aus den Blättern der Stevia-Pflanze außerdem Verdauungsstörungen hervorrufen, bleiben viele Experten gegenüber dem Zuckerersatz skeptisch. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa) warnt im Zusammenhang mit Stevia zum Beispiel vor Überdosierung: Lediglich vier Milligramm Steviolglycosid pro Kilogramm des eigenen Gewichts seien unbedenklich.

Dicksäfte und Honig haben gesundheitliche Tücken

Auch Dicksaft hat als Zuckerersatzstoff seine Tücken. Zwar enthalten die damit versetzten Produkte Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine und geben ihren Zucker zugunsten des Insulinspiegels nur langsam ab, aber Dicksäfte können den Dünndarm überlasten. Laut der Yale University fördert die enthaltene Fructose sogar Übergewicht und Diabetes. Auch Honig kann mit 25 Prozent weniger Kalorien als Zuckerersatzmittel eingesetzt werden, jedoch begünstigt der natürliche Stoff auch Allergien und ist darüber hinaus gerade für Zahngesundheit noch störender als Zucker.

Gesunde Zähne durch das Zuckeralkohol Xylit

Eine eher neue Zuckeralternative ist Xylit (auch Xylitol), ein sogenanntes Zuckeralkohol (Polyol). Der Zuckerersatzstoff süßt bei halber Kalorienzahl in etwa genau so stark wie raffinierter Zucker. Xylit findet sich in natürlichen Gemüsearten wie Beeren, im Holz der Birke und sogar im menschlichen Körper: Verdauungsbakterien bilden den Zuckeralkohol bei der Verstoffwechselung von Kohlehydraten. Erst im Dickdarm wird das organische Polyol wieder abgebaut.

Xylit in Zahngesundheitsprodukten

Studien legen mittlerweile nahe, dass Xylitol vor allem die Zahngesundheit unterstützen kann. Aus diesem Grund ist der Zuckeralkohol in vielen Zahngesundheitsprodukten enthalten. Xylitol kann eine nachweisliche Reduktion von Streptococcus mutans innerhalb der Plaque und des Speichels bewirken. Offenbar stört Xylit nämlich die Stoffwechselprozesse des Kariesbakteriums und löst damit ein Zellsterben aus. Die Mikroorganismen haften durch Xylitol weniger an den Zahnoberflächen. Das Säureproduktionspotenzial der Bakterien wird außerdem reduziert. Xylit-Pastillen und -Kaugummi stimulieren zusätzlich die Mineralisierung der Zähne.

Zuckeralkohole erschweren den bakteriellen Stoffwechsel

Orale Bakterien können Xylit anders als andere Zuckerersatzstoffe nicht verstoffwechseln. Die Kariesbakterien dephosphorylieren Xylit-Moleküle zwar, können sie aber nicht weiterverwerten und stoßen sie wieder aus. Damit haben sie durch das Polyol hohe Energiekosten anstatt eines Energiegewinns. Xylit hemmt auf diese Weise das Wachstum der Bakterien und hält sie von ihren normalen Stoffwechselprozessen ab. Karies und Parodontitis ist damit die Basis genommen. Da der Stoff auch in der Kalorienbilanz gut abschneidet und rund 40 Prozent weniger kalorisch ist als Zucker, greift man auch in der Abnehmindustrie immer häufiger auf Xylit zurück.

Maßvolle Xylit-Anwendungen für bessere Zahngesundheit

Viele Gesundheitsbewusste nehmen nach jeder Mahlzeit einen halben Teelöffel Xylit oder einen Xylit-Kaugummi zu sich. Zum einen steigert dieses Vorgehen die Speichelproduktion und verändert so den pH-Wert im Mund. Zum anderen werden die Kariesbakterien durch die Prozedur an ihrer Arbeit gehindert. Der veränderte pH-Wert verhindert außerdem die Anheftung der Bakterien an die Zähne. Die Zahnoberfläche wird bei regelmäßiger Anwendung geglättet und mit Mineralstoffen aus dem Speichel remineralisiert. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa) hat gegen die maßvolle Anwendung von Xylitol keine gesundheitlichen Bedenken. Allerdings können Zuckeralkohole in größeren Mengen Durchfall verursachen. Daher auch Xylit bitte nicht maßlos anwenden.

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