Krankenkassen wollen fusionieren

In den Markt der gesetzlichen Krankenversicherung kommt Bewegung. Schon im Vorfeld zur Einführung des Gesundheitsfonds im kommenden Jahr rüsten sich die Krankenkassen für den steigenden Wettbewerb untereinander. Erstes großes Anzeichen ist der Gestern bekanntgegebene Zusammenschluss der Techniker Krankenkasse mit der IKK Direkt. Durch die geplante Fusion würde 2009 die größte Krankenkasse Deutschlands mit über 7 Millionen Versicherten entstehen.

Die Techniker erhofft sich von dem Zusammenschluss eine bessere Marktposition und möchte so die Einführung eines Zusatzbeitrages verhindern, sagte TK-Chef Norbert Klusen. Mit Beginn des Gesundheitsfonds 2009 wird es nur noch einen von der Politik festgelegten Einheitsbeitrag für alle Krankenkassen geben. Wer mit diesem Beitrag pro Versicherten nicht haushalten kann, muss über einen von Mitgliedern getragenen Zusatzbeitrag die finanziellen Löcher stopfen. Insbesondere Kassen mit vielen alten oder sehr kranken Mitgliedern dürften hier Probleme bekommen.

Die Fusion der Techniker mit der IKK Direkt beugt dem quasi vor. Denn die erst 2003 gegründete Onlinekasse ohne Niederlassungen hat einen sehr niedrigen Monatsbeitrag. Dieser zeigt indirekt, das in der IKK Direkt im Verhältnis recht viele junge und somit gesunde Mitglieder vertreten sind. Eigentlich war für 2009 sogar die Auszahlung einer Prämie an die Versicherten geplant, da so gut gewirtschaftet wurde.

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