PKV Tarifwechsel verspricht Kostenentlastung

Durch steigende Kosten im Gesundheitswesen werden zwangsläufig auch die Kosten für die Krankenversicherung zunehmen. Die steigenden Honorarforderungen an die private Krankenversicherung (PKV) können nur aus dem Geld, dass die PKV über die Beiträge einnimmt, beglichen werden. Die Privaten erhalten keine Zahlungen aus dem Gesundheitsfonds wie die gesetzlichen Krankenkassen. Kündigt nun eine private Krankenversicherung Beitragserhöhungen an, hat man als Versicherter ein Sonderkündigungsrecht. Ob man davon Gebrauch machen sollte, ist jedoch eine Frage, die gut überlegt sein möchte. Auch ein Tarifwechsel kann eine Alternative sein.

Denn viele Versicherte sind verständlicherweise nach einiger Zeit in der PKV nicht geneigt, die Versicherung zu wechseln. Man verliert einerseits angesparte Altersrückstellungen, andererseits wird eine neue PKV eine erneute Gesundheitsprüfung durchführen. Im Ergebnis wird man so möglicherweise als risikoreicher eingestuft und das bedeutet meist höhere Beiträge. Schließlich kann ein Wechsel auch mit steigendem Alter schwieriger werden. Mit steigendem Alter treten auch vermehrt einige gesundheitliche Probleme auf, die sich negativ auf das Versicherungsrisiko auswirken. Höhere Beiträge oder möglicherweise sogar die Ablehnung des Versicherungsvertrages können die Konsequenz sein.

Gleicher Versicherer – anderer PKV Tarif?

Laut der Zeitschrift Öko-Test bestehen Einsparmöglichkeiten durch einen Tarifwechsel bei der PKV innerhalb der Gesellschaft. Auf diesem Wege umgeht man den möglichen Verlust der Altersrückstellungen. Wie werden solche Empfehlungen unterbreitet? Bei den Empfehlungen in Zeitschriften wie „Finanztest“ oder „Öko-Test“ handelt es sich um Modellrechnungen. Anhand einiger ausgewählter Versicherungen wird berechnet, welcher Versicherungstarif welche Leistungen für welche Beiträge bringen würde. Die Zeitschrift Öko-Test führte für diesen Vergleich einige Musterrechnungen am Beispiel eines erfundenen fünfzigjährigen Musterkunden durch und es wurde errechnet, welche Kosten für vergleichbare Angebote angebracht werden sollten.

Wie alle modellhaften Berechnungen kann die Realität vom Modell abweichen. Es gibt in den Versicherungskonditionen eine Menge von Ausnahmen und Sonderregelungen, die sich nicht von zehn Beispielfällen in der Testkolumne einer Finanzzeitschrift wiederfinden. Es werden vielmehr die gängigen Fälle wie „30-jähriger Selbstständiger“ oder „50- Jähriger“ Arbeitnehmer behandelt. Auch wenn derartige Tipps sehr hilfreich sind, empfiehlt es sich, eine unabhängige Beratung in Anspruch zu nehmen, denn der Teufel sitzt wie so oft im Detail. Einen ersten Überblick kann ein kostenloser PKV Versicherungsvergleich geben.

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