Zahnaufhellung – Welche Methoden gibt es

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Zahnaufhellung – weißer als mit Bleaching geht´s wirklich nicht

Zahnaufhellung fuer ein schoenes LachenSchöne weiße Zähne, wer hätte die nicht gerne? Dieser Wunsch ist neben der Kariesprophylaxe wohl der häufigste Grund für das Zähneputzen. Aber auch noch so emsiges Bearbeiten der Beißerchen mit Zahnbürste und handelsüblichen Zahncremes nutzt herzlich wenig, wenn diese sich erst mal gelb-gräulich eingefärbt haben. Verantwortlich für solch unschönen Anblick können sowohl externe, als auch interne Faktoren sein. Neben Rauchen, Rotwein, bestimmten Lebensmittel, die allesamt eine Verfärbung von außen nach innen bewirken, gibt es auch Ursachen, bei denen es umgekehrt ist. Hier kommt die Verfärbung von innen, z.B. durch Zerfallsprodukte innerhalb des Zahnnervs, wie sie etwa nach Wurzelbehandlungen, durch Dunkelfärbung der Zahnfüllung oder bei einem toten Zahn auftauchen. Um dennoch zu einem strahlend weißen Gebiss zu kommen, bietet sich eigentlich nur das aus den USA stammende Bleaching-Verfahren an. Darunter versteht man sämtliche Maßnahmen, die durchgeführt werden, um den Zähnen wieder die gewünschte Weiße zurückgeben.

Kostspielige und günstige Methoden der Zahnaufhellung

Es lassen sich grundsätzlich zwei unterschiedliche Vorgehensweisen beim Bleaching unterscheiden. Während man beim sogenannten Home-Bleaching die komplette Behandlung selber und daheim – also völlig ohne Zahnarztkonsultation – durchführt, wird das Office-Bleaching grundsätzlich vom Dentisten vorgenommen. Bislang wurde das Bleaching von Ärzten und Wissenschaftlern als zahnmedizinisch völlig unbedenklich eingestuft. Allerdings gibt es in den allerneuesten Studien, etwa von der Ohio University, leichte Bedenken: könnte Bleaching vielleicht doch die eine oder andere unerwünschte Nebenwirkung haben? Zumindest bei der Selbstanwendung, so die neuesten Erkenntnisse in Sachen Bleaching, können diese Folgeerscheinungen nicht ganz ausgeschlossen werden:

  • – Schädigungen des Zahnnervs bei kariösen Zähnen
  • – durch Entmineralisierung verursachte, eventuell irreparable Schädigung des Zahnschmelzes
  • – Temporäre Empfindlichkeit von Zähnen und Zahnhälsen
  • – Zahnfleischreizungen

Aus diesen Gründen sollte ein Zahnbleaching maximal zwei Mal pro Jahr und dies idealer Weise unter fachärztlicher Kontrolle durchgeführt werden. Grundsätzlich unterscheidet man zwei Arten des Zähnebleichens: Für leichtere Fälle empfehlen sich Methoden, die man völlig alleine und ohne jeglichen Zahnarztbesuch vornehmen kann. Bei mittleren bis schweren Zahnverfärbungen hingegen kommt man wohl um das Office-Bleaching nicht herum. Dieses wird ausschließlich vom Zahnarzt durchgeführt, erfordert dort also mindestens eine Sitzung – bei der durchaus auch gebohrt werden könnte.

Das Home-Bleaching

Insbesondere, wenn es nur um die Eliminierung von leichteren Verfärbungen geht, empfiehlt es sich, das Bleaching selber durchzuführen. In jedem halbwegs gut sortierten Drogeriemarkt findet sich ein ganzes Regiment entsprechend geeigneter Gels, Strips sowie mit allerlei Schrubbelmaterial versetzter Spezial-Zahncremes zum Preis ab etwa fünf Euro. Mit all diesen Mittelchen werden die Zähne – ähnlich wie beim ganz normalen Zähneputzen – intensiv abgeschrubbt, um so die Verfärbungen zurückzudrängen. Wunder sollte man aber davon nicht erwarten. So bescheinigte die Stiftung Warentest bei einem Vergleichstest von Bleachingprodukten nur einem einzigen Produkt (Blend-a-med White Strips) eine wenigstens einigermaßen gute Wirkung. Man kann sich aber selbst als home-bleacher zahnärztlich beraten lassen. Die größte Gefahr bei der Selbstanwendung besteht darin, dass man während der Behandlung nicht betroffene Zähne und Zahnfleisch versehentlich mitbehandelt und dadurch schädigt oder die empfohlenen Anwendungs- und Einwirkzeiten nicht wie erforderlich einhält. Es gibt also gute Argumente sowohl für, als auch gegen das Home-Bleaching. Im Einzelnen sind dies:

Vorteile des Home-Bleaching:

  • – Günstige Kosten
  • – Schmerzfreie, schnelle und leichte Anwendung
  • – Behandlung erfolgt daheim, eine Zahnarztkonsultation ist nicht vonnöten

Nachteile des Home-Bleaching
Hilft nur gegen extern verursachte Verfärbungen

  • – Letztlich wenig nachhaltig
  • – Nur minimale Aufhellung
  • – Klappt nicht bei toten Zähnen
  • – Gefahr der Schädigung der Zahnumgebung und des Zahnfleisches

Das Office-Bleaching

Das Office-Bleaching wird von einem Dentisten durchgeführt und ist daher auch deutlich wirksamer als das Home-Bleaching, aber eben auch schmerzhafter und kostspieliger. Denn nur im Ausnahmefall übernimmt die Krankenkasse diese Kosten, welche sich auf rund 30 – 70 Euro pro Zahn belaufen. Dafür kann der Zahnarzt auch hochkonzentrierte und in Drogeriemärkten nicht erhältliche Wirkmittel, punktgenau auftragen und dabei sicherstellen, dass die Zahnumgebung damit nicht in Berührung kommt. Auch kann der Dentist passgenaue Zahnschienen anfertigen und mit Gels füllen. Diese setzt er beim Betroffenen ein und entfernt sie nach rund einstündiger Einwirkzeit wieder. Bei toten Zähnen sowie nach Wurzelbehandlungen kommt die Zahnverfärbung dagegen von innen, da hilft kein selbst aufgetragenes Gel. Stattdessen kann hier nur der Zahnarzt für „Erhellung“ sorgen. Zu diesem Zweck bohrt er den toten Zahn an und füllt ihn zeitweise etwa mit einer Wasserstoff-Peroxid-haltigen Aufhellflüssigkeit. Diese entfernt er nach einer gewissen Einwirkzeit, bevor er das Loch mit farblich angepasstem Füllmaterial wieder versiegelt. Ähnliches gilt auch Verfärbungen, welche durch farblich unpassende Füllungen entstehen. Nur der Zahnarzt kann diese Füllungen entnehmen, um sie durch eine farblich passende, neue Füllung zu ersetzen.

Zu welcher Methode man letztlich greift, hängt also nicht nur vom Verfärbungsgrad der Zähne, sondern auch von der persönlichen Leidensfähigkeit, dem Geldbeutel sowie der Zeit ab, die man diesem Problem opfern möchte.

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