Was sich ändert bei der Pflegeversicherung

Neben einer Vielzahl von Änderungen in der gesetzlichen Krankenversicherung, plant die sich in Konstitution befindliche schwarz- gelbe Koalition eine Reform der Pflegeversicherung. Damit wird ein umstrittenes Projekt neu aufgerollt. Diese Frage nach der Zukunft der Pflegeversicherung ist für viele Versicherte interessant. Viele Bundesbürger fragen sich aufgrund der neuen Diskussion möglicherweise, ob eine private Pflegezusatzversicherung Sinn macht. Wir zeigen ihnen worum es geht.

1995 brachte die damalige Regierung Kohl eine wesentlichen Reform auf den Weg: Als „fünfte Säule“ des Sozialversicherungssystems wurde die gesetzliche Pflegeversicherung etabliert. Fast fünfzehn Jahre nach ihrer Einführung bleibt dieses Projekt umstritten. Sorgen bereitet vor allem der demographische Wandel: Es werden künftig mehr Menschen pflegebedürftig sein, während die Kohorte der Erwerbstätigen immer kleiner wird, die durch ihre Beiträge die anfallenden Kosten finanzieren muss. Ein weiteres Problem ist, dass die Leistungen der Pflegeversicherung seit 1995 nicht an die allgemeine Kostensteigerung im Gesundheitswesen angepasst wurden. D. h. die Leistungen der Pflegeversicherung sind seit 1995 „weniger wert“ geworden: Man muss immer mehr aus eigenen Mitteln zusteuern, denn die Leistungen der Pflegeversicherung sind nach oben begrenzt. Die gesetzliche Pflegeversicherung ist eine „Teilkaskoversicherung“.

Dies sind die Herausforderungen, die sich eine Reform der Pflegeversicherung im Wesentlichen stellen muss: Aus dem Topf der spärlicher ausfallenden Beiträge muss eine wachsende Zahl Pflegebedürftiger unterstützt werden, zu steigenden Preisen. Der politische Wille der schwarz- gelben Koalition ist es, die Pflegeversicherung angesichts dieser Probleme teilweise zu privatisieren. Das bestehende Umlageverfahren soll beibehalten werden, dafür soll ein Teil der Beiträge zur Anlage eines privaten Kapitalstocks genutzt werden. Kritiker sehen in diesen Plänen vor allem ein mehr an Bürokratie, die Anlage einer obligatorischen privaten Zusatzversicherung würde zudem vor allem auf Kosten der jüngeren Generation gehen. Das Projekt der Pflegeversicherung bleibt also umstritten.

Interessant bleibt es, sich privat gegen das Risiko Pflegebedürftigkeit abzusichern. Eine private Pflegezusatzversicherung übernimmt auch in Zukunft die Kosten, die durch Pflegebedürftigkeit entstehen und das schon für wenige Euro im Monat. Ein guter Einstieg in die Thematik private Pflegezusatzversicherung kann ein kostenloser Versicherungsvergleich sein.

Mehr Info und Vergleich »www.versicherung-vergleiche.de/pflegezusatzversicherung/index.php

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