FAQ - Fragen und Antworten - Zahnzusatzversicherung
 
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FAQ Zahnzusatzversicherung - Fragen und Antworten



Funktionsdiagnostik im Zusammenhang mit Zahnersatz ?

Im Zusammenhang mit Zahnersatz können funktionsdiagnostische und funktionstherapeutische Maßnahmen notwendig werden, um das Zusammenspiel der neuen und alten Zähne und Kauflächen etc. zu überprüfen. Die GKV zahlt hierfür nicht.


Bei medizinischer Notwendigkeit kann in der privaten Zahnzusatzversicherung gemäß der GOZ Ziffern 800 - 810 anteilig zum tariflich festgelegten Prozentsatz erstattet werden.


Auch diese Leistung werden Sie in den "günstig" kalkulierten Schnäppchentarifen nicht finden können !!!




Gibt es reine Zahnzusatztarife und können diese separat abgeschlossen werden ?

Ja, seit ca. 5 Jahren kommen als Folge der Leistungskürzungen in der GKV immer mehr reine Zahnzusatztarife auf den Markt die separat, d.h. ohne Verknüpfung mit stationären oder ambulanten Leistungen wie für Brillen oder Heilpraktiker, abgeschlossen werden können.


Auch Kinder sind in diesen Tarifen allein versicherbar !


Wenn Sie also für Ihre Kinder einen Tarif für kieferorthopädische Behandlungen suchen, so ist auch das möglich.


Wichtig ist immer, dass Sie einen Tarif rechtzeitig bzw. früh genug abschließen, solange noch keine Maßnahmen geplant, bzw. behandlungsbedürftige Erkrankungen oder Fehlstellungen festgestellt wurden.


Um einen Zusatzversicherungstarif abschließen zu können, muss lediglich die Mitgliedschaft in einer deutschen gesetzlichen Krankenversicherung vorliegen.




GOZ Gebührenordnung für Zahnärzte

Die von uns ausgewählten Tarife sehen keine Beschränkung auf einen bestimmten Steigerungsfaktor der GOZ vor. Die Erstattung erfolgt in der Regel für persönlich ärztliche Leistungen bis zu Faktor 2,3. Mit entsprechender Begründung kann bis zu Faktor 3,5 abgerechnet werden. Bei einigen wenigen Tarifen besteht zudem bei wirksamer individueller Vereinbarung und objektiv nachvollziehbaren Gründen die Möglichkeit über den Faktor 3,5 hinaus zu gehen, wobei dies in der Praxis äußerst selten vorkommt und zudem auf jeden Fall zuvor schriftlich mit dem Zusatzversicherer abgeklärt werden muss !!!


Im Rahmen einer chirurgischen Maßnahme (z.B. Implantat) kann ein Mund- und Kieferchirurg auch nach der GOÄ (Gebührenordnung für Ärzte) abrechnen.


Hier die vollständige Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) im PDF-Format.




Inlays

Inlays sind keine Leistung der GKV.


Werden Inlays eingebracht, so wird in der Regel auf der Rechnung der Kassenzuschuss für eine Amalgamfüllung ( 30,- € ) abgezogen.


Wenn die von uns ausgewählten Tarife für Inlays leisten, gelten keine Begrenzungen für Materialkosten und Aufwendungen für Inlays (Gold, Keramik, Kunststoff).


Der Unterschied zwischen Kunststofffüllungen und Inlays liegt darin, dass Kunststofffüllungen direkt im Mund des Patienten eingebracht und Inlays dagegen im Labor hergestellt werden.




Knirscherschienen (Aufbiss-Schienen) ?

Aufbiss-Schienen sind eine Leistung der GKV und werden daher auch von der GKV erstattet.


Einige wenige Zusatztarife erstatten anteilige Kosten die bei der vorbereitenden Funktionsdiagnostik entstehen können.




Können fehlende nicht ersetzte Zähne mitversichert werden ?

Ja, in einigen Tarifen können zu Versicherungsbeginn fehlende, nicht ersetzte Zähne, also faktisch vorhandene Zahnlücken oder durch herausnehmbare Prothesen ersetzte Zähne mitversichert werden.


Eine zusammenfassende Liste welche der Tarife der Zahnzusatzversicherung im Onlinerechner dies bieten, finden Sie unter: Entscheidungshilfen - Fehlende Zähne mitversichern


WICHTIG ist, dass zum Zeitpunkt der Antragstellung keine Versorgung der Zahnlücke angeraten, beabsichtigt oder medizinisch notwendig ist. Wenn in Ihrer Patientenkartei bereits Eintragungen vorgenommen wurden, welche die medizinische Notwendigkeit einer Behandlung begründen, ist diese bereits vor Versicherungsbeginn angeratene, bzw. medizinisch notwendige Versorgung der Zahnlücke nicht mehr nachträglich versicherbar.


Hier entstehen viele Mißverständnisse. Oftmals befinden sich Patienten in dem Glauben es handele sich seitens des Zahnarztes lediglich um einen mündlichen Hinweis dazu, dass in ferner Zukunft einmal etwas kommen könnte. Im Sinne einer ordnungsgemäßen Arbeitsweise hat der Zahnarzt im Anschluss an das Patientengespräch aber eine Eintragung über den anstehenden Behandlungsbedarf in der Patientenkartei vorgenommen.


Wenn Sie zum Zeitpunkt der Antragstellung fehlende, nicht ersetzte Zähne mitversichern wollen, klären Sie bitte durch eine Rückfrage in Ihrer Zahnarztpraxis, ob nicht bereits Eintragungen zu med. notwendigem Behandlungsbedarf / Zahnersatzmaßnahmen in Ihrer Patientenkartei vermerkt wurden. Wenn dies der Fall ist, ist diese Maßnahme vom Versicherungsschutz ausgeschlossen.


Die Versicherer, die fehlende, nicht ersetzte Zähne in den Versicherungsschutz mit einschließen, begrenzen die Anzahl der mitversicherbaren "Zahnlücken". Im Regelfall sind dies 3 fehlende, nicht ersetzte Zähne die mit versichert werden können. Die Nürnberger versichert bis zu 5 fehlende, nicht ersetzte Zähne und bei der Württembergischen können sogar bis zu 8 fehlende, nicht ersetzte Zähne mit versichert werden.


Es gibt unterschiedliche Vorgehensweisen um diese Mehrleistung im Versicherungsschutz zu integrieren. Die häufigste Variante ist der Beitragszuschlag oder Risikoeinschlussbeitrag. Bei diesem Verfahren wird dann gemäß der Anzahl der fehlenden, nicht ersetzten Zähne ein summenmäßiger Zuschlag von z.B. 10,- Euro pro Monat und Zahn oder ein prozentualer Zuschlag von z.B. 20 % des Grundbeitrages pro fehlendem, nicht ersetztem Zahn erhoben.


Wenn keine weitere Einschränkung der eigentlichen Tarifleistung greift, ist der Zuschlag für die gesamte Dauer des Versicherungsverhältnisses zu zahlen, also auch dann, wenn die bei Antragstellung fehlenden nicht ersetzten Zähne später einmal aus medizinisch notwendigen Gesichtspunkten heraus ersetzt wurden.


Alternativ dazu gibt es Versicherer die die Leistung in den Anfangsjahren begrenzen. An Stelle der sonst üblichen Leistungen von z.B. 1000,- € im ersten, 2.000,- € im zweiten und 3.000,- € im dritten Versicherungsjahr, wird dann eine Leistungsstaffel eingeführt, die begrenzt die Leistungen der ersten Jahre dann z. B. wie folgt: 250,- € im ersten, 500,- € im zweiten und 750,- € im dritten Jahr. Diese Regelung wirkt auf den ersten Blick schlechter, hat aber den Vorteil, dass die Leistungsstaffel an einem bestimmten Zeitpunkt entfällt. Dem Gegenüber ist der im ersten Verfahren beschriebene Mehrbeitrag während der gesamten Versicherungsdauer zu bezahlen.




Kunststofffüllungen und deren Mehrkosten

Nach den heutigen GKV Leistungsrichtlinien besteht bei Erwachsenen für den Frontzahnbereich Leistungsanspruch gegenüber der GKV. Ebenso werden Kunststofffüllungen an Milchzähnen erstattet, da die Milchzahnfüllung eine Leistung der GKV ist, sodass die Zusatzversicherungstarife für den Seiten- und Backenzahnbereich leisten können.


Kunststofffüllungen nennt man auch dentinadhäsive Rekonstruktion, Säure-Ätz-Technik, Kompositefüllung, Mehrschichttechnik usw.


Folgende Kosten können als GOZ Richtschnur angesehen werden:


Ziffer 215 Einlagefüllung, einflächig 71,14 Euro
Ziffer 216 Einlagefüllung, zweiflächig 106,07 Euro
Ziffer 217 Einlagefüllung, mehr als zweiflächig 155,22 Euro


Nur sehr wenige Zusatzversicherungstarife leisten auch für die Mehrkosten von Kunststofffüllungen.




Professionelle Zahnreinigung (PZR) - was ist das ?

Der Bereich der professionellen Zahnreinigung wird zunehmend wichtiger, wobei unterschiedlichste Leistungen angeboten werden und viele meinen nicht immer das Selbe. Umfangreiche Informationen finden Sie auf unserer Seite zur Zahnreinigung.




Was versteht man unter "Regelleistung" ?

Die Regelleistung stellt nur die absolute Grundversorgung sicher. So sind z.B. die Kauflächen bei Zahnkronen nicht mit einem zahnfarbenen Material überzogen. Die hinteren Zahnkronen sind komplett ohne Verblendungen, man sieht nur eine ( NEM ) nicht edelmetallene Legierung oder eine Goldkrone.




Sehen die Tarife Wartezeiten vor ?

Im Regelfall ja. Die Wartezeit beträgt dann 3 Monate für Zahnbehandlung, sofern die Tarife überhaupt Zahnbehandlung als separate Leistung beinhalten und die Wartezeit beträgt 8 Monate für Zahnersatzmaßnahmen und Kieferorthopädie.


Bei einigen dieser Tarife kann die Wartezeit erlassen werden, wenn der Versicherungsnehmer auf eigene Kosten und innerhalb der vom Versicherer gesetzten Frist, dies sind meistens 4 Wochen nach Versicherungsbeginn, ein zahnärztliches Zeugnis beibringt, welches dann auch einen behandlungsbedarfsfreien Zahnstatus dokumentiert.


In den letzten Jahren sind auch zahlreiche Tarife auf den Markt gekommen die gänzlich auf die Einhaltung von Wartezeiten verzichten. Hierzu zählen die Tarife R+V Premium U (Z1U), R+V Comfort U (Z2U), ERGO Direkt ZAB+ZAE+ZBB+ZBE, Signal ZahnTOP, Inter QualiMedZ Z90+ZPro, BBKK ZahnPRIVAT Premium oder Württembergische ZahnPremiumPlus. Siehe hierzu auch Tarife ohne Wartezeit.


Zudem gibt es Regelleistungstarife die auf GKV Basis-Niveau erstatten, ebenfalls keine Wartezeiten haben, bei denen aber auch bereits zu Versicherungsbeginn fehlende, nicht ersetzte Zähne vom Versicherungsschutz ausgeschlossen sind.




Seitenzahn Verblendungen

Mehrkosten für Keramikverblendungen an den Seitenzähnen.


Die Versicherer können in Ihren Tarifbedingungen individuelle Verblendungsgrenzen festlegen.




Verblendungen bis zu den 5 ´er Zähnen werden von allen ausgewählten Zusatztarifen geleistet ( sofern sich diese nicht explizit auf die Verdoppelung des GKV Zuschusses beschränken ). Je weiter die Verblendungsgrenze nach hinten bzw. in Richtung der 8 ´er Zähne verschoben wird, um so weniger Tarife sehen dafür eine Erstattung vor.




Sehen die Tarife Leistungen für Kieferorthopädie bei Kindern und Erwachsenen vor?

KIG ist das befundbezogene kieferorthopädische Indikationssystem mit Einstufung des Behandlungsbedarfs nach kieferorthopädischen Indikationsgruppen. Es löste zum 1. Januar 2002 das therapieorientierte Indikationssystem ab. Anhand der kieferorthopädischen Indikationsgruppen wird durch den Kieferorthopäden festgestellt, ob eine Fehlstellung vorliegt, für deren Behandlung ein Leistungsanspruch gegenüber der GKV besteht.


Hierzu erfolgt die Einstufung des Befunds in fünf verschiedene Behandlungsbedarfsgrade. Die GKV übernimmt die Kosten für die Grade 3, 4 und 5.


Leistet die Kasse nicht, so fällt eine medizinisch notwendige kieferorthopädische Behandlung in den Versicherungsschutz der Zusatzversicherungstarife. Dies ist aber nur bei sehr wenigen Tarifen, wie z.B. dem ARAG Z 90 Bonus, ARAG Z 100 und dem Universa uni-dent Privat im zufriedenstellenden Maße der Fall. Etwas geringere Erstattung erfolgt in den Tarifen Signal Komfort, DKV AZT und ARAG Z 70. Auf den ersten Blick erscheint im Tarif Signal Dent Max aufgrund der dort genannten Prozentangaben die Erstattung sehr hoch. Wenn dem aber die zeitgleich greifenen Höchstbeträge von 500,- bzw. 250,- Euro gegenüber gestellt werden, dann ebenfalls doch nur gering.


Die sogenannten Mehrkosten wie z B. Mini- oder Keramikbrackets, Bracketumfeldversiegelung, superelastische Bögen, Zwischendiagnostik, Funktionsanalyse, Lingualtechnik usw., die zusätzlich zur Kassenleistung in Rechnung gestellt werden, können auch bei medizinischer Notwendigkeit nur bei wenigen Zusatzversicherungstarifen geltend gemacht werden. Hierzu zählen in vorbildlichem Umfang der Tarif Tarif ARAG Z 90 Bonus und Tarif Universa uni-dent Privat. Die Tarife Signal Komfort und DKV AZT erstatten in geringerem Umfang. ( Der Tarif ARAG Z 100 erstattet von den Mehrkosten gar nichts .)


Sollte bei einem Patienten über 18 Jahren Kieferorthopädie angeraten sein, dann ist diese bei medizinischer Notwendigkeit unabhängig von der KIG Einstufung in den Tarifen ARAG Z 90 Bonus und ARAG Z 100 zu 80% erstattungsfähig.


Weitere Informationen zur Kieferorthopädie und Zahnzusatzversicherung finden Sie hier:

Tarife mit Kieferorthopädie


Bitte legen Sie jedoch dem Versicherer unbedingt vor Beginn der Behandlungsmaßnahme die jeweils geforderten Unterlagen, ggf. auch Röntgenbilder oder Kiefermodelle zur Prüfung vor. Dies gilt unabhängig davon, ob es sich um die Behandlung eines Kindes oder die Behandlung eines Erwachsenen handelt.




Summenbegrenzungen in den ersten Jahren ?

Der Zugriff auf den großen Erstattungstopf muss sich über eine gewisse Zugehörigkeitsdauer "erarbeitet" werden. Die Versicherer wollen natürlich vermeiden, dass sich jemand kurzfristig versichert, die Zähne aufwendig sanieren lässt und im Anschluss sofort wieder kündigt. Es ist zudem auch im Interesse der Versichertengemeinschaft sich vor solcher Ausplünderung zu schützen.


Natürlich ist es von Vorteil, wenn Tarife ohne Summenbegrenzung kalkuliert sind. Dies ist aber nur bei sehr wenigen Top-Tarifen und hier auch nur dann der Fall, wenn aus den Antragsfragen erkennbar war, dass der Versicherte einen guten bis sehr guten Ausgangszahnzustand in das Versicherungsverhältnis einbringt.


Die meisten Top Tarife sehen in den ersten Jahren Summenbegrenzungen vor, diese werden je nach Versicherer und Tarif auf 2 bis 7 Jahre gestaffelt.


Die Begrenzungen entfallen aber immer dann, wenn die erstattungsfähigen Aufwendungen nachweislich auf einen nach Versicherungsbeginn eingetretenen Unfall zurückzuführen sind.


Im Gegenzug muss ein Tarif nicht besser sein, wenn er auf eine Summenbegrenzung verzichtet, dafür z.B. aber alle Zähne die bereits bei Versicherungsbeginn fehlten und noch nicht ersetzt waren, aus dem Leistungsumfang ausschließt.




(Veneere) Verblendschalen

Veneere oder Verblendschalen können je nach Tarif wegen medizinischer Notwendigkeit oder als allgemeine Tarifleistung erstattet werden. Auch hier empfiehlt sich unbedingt vor Beginn der Behandlungsmaßnahme die Absprache mit ihrem Versicherer.




Warum brauche ich eine Zahnkosten-Zusatzversicherung ?

Die gesetzlichen Krankenkassen kürzen ihre Leistungen.


Zuletzt wurden 2005 gravierende Änderungen vorgenommen. Seitdem wird für Zahnersatz nur noch ein befundbezogener Festzuschuss übernommen. Unabhängig davon, für welche Art der Versorgung Sie sich zusammen mit dem Zahnarzt entscheiden.


Zur Auswahl stehen die Regelversorgung, die über die Regelversorgung hinausgehende gleichartige Versorgung und die von der Regelversorgung abweichende andersartige Versorgung.


Schon bei der einfachen Versorgung entsteht eine hohe Eigenbeteiligung.




Was gilt bei Wurzelbehandlungen ?

Es gelten neue Richtlinien für die Behandlung von Patienten der gesetzlichen Krankenversicherung.


Der neue Leistungskatalog schränkt die Möglichkeiten für Wurzelbehandlungen im Bereich der Molaren (hintere Schneidezähne) stark ein. Danach ist die Wurzelbehandlung eines Molaren nur noch zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen durchzuführen, wenn:


  • damit eine geschlossene Zahnreihe erhalten werden kann,
  • eine einseitige Freiendsituation vermieden werden kann,
  • der Erhalt von funktionstüchtigem Zahnersatz nur dadurch möglich wird.

Zusätzlich gilt: Eine Behandlung im Rahmen der vertragszahnärztlichen Versorgung ist nur dann angezeigt, wenn die Möglichkeit der Wurzelfüllung bis an die Wurzelspitze gegeben ist (dies ist bei Molaren mit in der Regel gekrümmten Wurzeln oft nicht möglich); bei pulpentoten Zähnen mit Veränderungen an der Wurzelspitze (Entzündung im Kieferknochen) ist der Versuch der Erhaltung kritisch zu überprüfen.


Behandlungsversuche mit unklaren Erfolgsaussichten oder Behandlungswiederholungen werden durch die gesetzlichen Krankenkassen nicht getragen.


Wenn überhaupt, zahlt die GKV noch 2 Wurzelbehandlungen pro Zahn, wenn zur Zahnerhaltung noch eine 3. oder 4. Behandlung medizinisch notwendig ist, werden diese Kosten nicht mehr übernommen.


Auch für die Wurzelbehandlung leisten nur wenige Zusatztarife:


Für den ARAG Tarif Z100 gilt generell: Die Behandlung muss im Rahmen der kassenärztlichen Versorgung erfolgen. Privatärztliche Rechnungen sind nur dann erstattungsfähig, wenn die medizinisch notwendige Behandlung nicht im Rahmen der kassenärztlichen Versorgung abgerechnet werden kann. Mehrkosten, die zusätzlich zur Kassenleistung in Rechnung gestellt werden, fallen nicht in den Versicherungsschutz.


Aber, wenn die Kasse dagegen die Leistung gänzlich ablehnt, leistet die ARAG, sofern für die Behandlung die medizinische Notwendigkeit gegeben ist, mit 100%.




Was sind Fissurenversiegelungen ?

Fissuren sind die Täler im Kauflächenrelief der Seitenzähne.


Die GOZ sieht unter Ziffer 200 die Versiegelung von kariesfreien Zahnfissuren mit aushärtenden Kunststoffen vor.


Die GKV erstattet bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren die Fissurenversiegelung an den bleibenden Backenzähnen (6er und 7er).


Es gibt nur sehr wenige Zahnzusatzversicherungstarife die für Fissurenversiegelung leisten, unter anderem erstattet der ARAG Tarif Z 100 auch für Fissurenversiegelung, wobei die Tarifbedingungen eine Begrenzung von einmal pro Kalenderjahr vorsehen.




Welche Zahnleistungen sind überhaupt versicherbar ?

Zahnbehandlung:


Dazu gehören z.B. professionelle Zahnreinigung, Fissurenversiegelung, Parodontalbehandlungen, Schleimhauttransplantationen, Wurzelbehandlungen, Kunststofffüllungen, Inlays und Funktionsdiagnostik, wobei die Versicherer in ihren einzelnen Tarifen festlegen können, ob und wenn ja für welche Leistungen Erstattungen vorgesehen sind.


Zahnersatz:


Als Regelversorgung auf GKV Niveau um Zuzahlungen zu verringern.


Als Extraversorgung gemäß Kassendefinition für gleichartige bzw. andersartige Versorgung ( z.B. Keramik statt nicht Edelmetall Legierungen ). Für Kronen, Brücken, Implantate und wenn die entsprechenden Rechnung vollständig oder teilweise Vergütungsanteile nach GOZ enthalten.


Wobei die Versicherer in ihren einzelnen Tarifen festlegen können, ob und wenn ja für welche Leistungen Erstattungen vorgesehen sind. Und auch, welche vor- und nachbereitenden Behandlungsmaßnahmen mit in den Erstattungskatalog fallen.


So gibt es Versicherer die zwar für Implantate erstatten, nicht aber für vorbereitende knochenaufbauende Maßnahmen.


Andere leisten zwar für Zahnersatz nicht, dafür aber für vorbereitende funktionsanalytische Maßnahmen, um das Zusammenspiel von alten und neuen Zähnen und oder Kauflächen genau zu analysieren.


Diese für den Laien auf den ersten Blick nicht zu erkennenden Leistungsunterscheide beeinflussen natürlich auch den Beitrag.


Wer zu günstig anbietet muss bei Leistungen sparen !!!


Kieferorthopädie:


Wenn für eine medizinisch notwendige kieferorthopädische Behandlung kein Leistungsanspruch gegenüber der GKV besteht. ( KIG 1 und KIG 2 )
Oder auch, wenn komforterhöhende Zusatzmaßnahmen gewünscht werden. Wobei die Versicherer in ihren einzelnen Tarifen festlegen können, ob und wenn ja für welche Leistungen Erstattungen vorgesehen sind.




Wie hoch sind die Festkostenzuschüsse ?

Seit Januar 2005 gelten neue Erstattungsrichtlinien bei Zahnersatz. Seither gilt das "befundbezogene Festzuschusssystem". Für standardisiert festgelegte Befunde wurden die Kosten ermittelt, wie sie bei einer medizinisch notwendigen Regelversorgung anfallen dürfen. Den von den gesetzlichen Krankenversicherungen übernommene Anteil an den Kosten der Regelversorgung nennt man nun Festzuschuss.


Als Patient erhalten Sie nun einen befundbezogenen Festzuschuss, unabhängig von den tatsächlich Behandlungskosten.


Die Höhe der Festzuschüsse können Sie der Festkostenzuschuss-Tabelle entnehmen.




Wie sieht ein Heil- und Kostenplan vom Zahnarzt aus ?

Wir haben hier zwei Beispiele eines Heil- und Kostenplanes zur Ansicht als PDF vorbereitet:


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