Versicherungsbetrug: Deutsche schummeln immer öfter

Versicherungsbetrug in Deutschland wird offenbar immer mehr zum Volkssport. Vier Prozent aller Haushalte gibt offen zu, in den letzten fünf Jahren ihre Versicherung betrogen zu haben. Das geht aus einer Studie der Gesellschaft der Konsumforschung im Auftrag des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft hervor. Die meisten Fälle von Betrug seien in den Bereichen Privathaftpflicht und Hausratversicherung zu verzeichnen. Die Gesamtkosten schätzt die Versicherungswirtschaft auf rund 4 Milliarden Euro. In vielen Teilen der Bevölkerung gilt demnach Versicherungsbetrug als Kavaliersdelikt.

 Die Versicherungskonzerne rüsten dagegen auf. In vielen Unternehmen werden mittlerweile Spezialabteilungen gebildet um gegen Betrug vorzugehen. Außerdem weist die Branche erneut auf die so genannte Schwarze Liste hin. In dieser werden alle Schadensmeldungen gespeichert und nahezu alle Versicherungsunternehmen haben Zugriff darauf. Kommt es wegen eines Schadens zu einer Kündigung der Versicherung, hat es der Kunde für gewöhnlich schwer eine neue Versicherung abzuschließen.

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