Pflegegrade – Diese Kosten sind zu zahlen

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Pflegestärkungsgesetz Teil 2 – Das ändert sich finanziell

Die Pflegegade bringen positive VeränderungEtwa 2,7 Millionen haben in Deutschland Pflegestufen (Stand 2015) erhalten, die nun im Jahr 2017 durch die sogenannten Pflegegrade ersetzt werden. Bis 2030, so sagen es Prognosen des Statistischen Bundesamtes voraus, steigt die Zahl auf 3,5 Millionen an, bis 2050 soll sie sich verdoppelt haben. Über zwei Drittel der Familien (71 Prozent) entscheiden sich für die Pflege der Angehörigen in den eigenen vier Wänden. Unterstützt werden Sie durch ambulante Pflegedienste. Die gesetzliche Pflegeversicherung trägt dabei einen Teil der Kosten. Damit lassen sich in der Regel jedoch nicht alle notwendigen Leistungen abdecken. Selbst bei maximaler Zuzahlung durch die Pflegeversicherung kann der Betrag nicht einmal die Hälfte der Kosten eines Platzes in einem Pflegeheim abdecken. Für die Finanzierung des darüber hinaus entstehenden Aufwandes kommt der Pflegebedürftige selbst oder seine Familie auf. Verständlich, dass die Sorge, im Alter zu einem Pflegefall zu werden, wächst. Grund genug, bereits in jungen Jahren mit einer privaten Pflegeversicherung für das Alter vorzusorgen.

Wie werden die Pflegegrade eingestuft und welche Leistungen gibt es

Die Pflegeleistungen hängen von dem Grad der Pflegebedürftigkeit ab. Mehr als zehn Jahre rangen die Verantwortlichen um eine neue Definition der Pflegebedürftigkeit und um eine stärkere Individualisierung der Pflege. Im Pflegestärkungsgesetz ab 2017 sind neue Regeln festgelegt, die darüber bestimmen, wer und wann auf welche Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung Anspruch hat.

Die Pflegeleistungen betragen beispielsweise bei erheblichen Beeinträchtigungen der Selbstständigkeit oder der Fähigkeiten (Pflegegrad 2) 689 EUR, bei schweren Beeinträchtigungen (Pflegegrad 3) 1.298 EUR und bei schwersten Beeinträchtigungen (Pflegegrad 4) 1.612 EUR. Diese Beträge stehen für eine ambulante Pflege im häuslichen Umfeld zur Verfügung. Die darüber hinausgehenden Ausgaben müssen aus eigener Tasche finanziert werden.

Ist eine vollstationäre Betreuung, also eine Unterbringung in einem Pflegeheim, notwendig, verändern sich die Leistungen, die über die gesetzliche Pflegeversicherung bereitgestellt werden. Für vollstationäre Pflege muss jeder Betroffene außerdem einen pflegebedingten Eigenanteil zahlen.

Neuregelungen in dem Pflegestärkungsgesetz (PSG II)

Unterschieden werden seit dem 01.01.2017 die Pflegegrade 1 bis 5 und nicht länger die Pflegestufen 0 bis 3. Generell lässt sich sagen, dass für Personen mit ausschließlich körperlichen Einschränkungen die Regel „+1“ gilt, d.h. aus der bisher geltenden Pflegestufe 1 wird Pflegegrad 2, aus Pflegestufe 2 wird Pflegegrad 3 usw.

Für die Personengruppe, bei denen zusätzlich zur Pflegebedürftigkeit noch eine eingeschränkte Alltagskompetenz (Demenz) festgestellt wurde, gilt die Regel „+2“, also aus der bisher geltenden Pflegestufe 1 + Demenz wird Pflegegrad 3, aus Pflegestufe 2 + Demenz wird Pflegegrad 4 usw.

Viele Pflegebedürftige erhalten mit Einführung der Pflegegrade ab 2017 mehr Geld und umfangreichere Leistungen. Dadurch dass nun eine individuellere Begutachtung möglich ist, profitieren besonders Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz (Demenzkranke) von den neuen Einstufungskriterien. Früher mit Pflegestufe 0 eingruppiert, werden sie nun unter Pflegegrad 2 erfasst und erhalten monatlich 458 EUR mehr für Pflegesachleitungen, also eine ambulante Pflege durch einen Pflegedienst. Wer bisher die Pflegestufe 1 mit eingeschränkter Alltagskompetenz (Demenz) bekam, wird nun in den Pflegegrad 3 eingestuft und erhält sogar 609 EUR mehr für Pflegesachleistungen.

Pflegegrade ersetzen PflegestufenNeu ist der Pflegegrad 1. – unter diesem werden zukünftig Menschen erfasst, die bisher unberücksichtigt blieben. Unberücksichtigt deshalb, weil sie im Wesentlichen noch selbstständig sind und nur geringe Beeinträchtigungen der Selbstständigkeit oder der Fähigkeiten vorliegen. Personen, die in den neuen Pflegegrad 1 eingestuft werden, erhalten jedoch lediglich einen Betrag von 125 EUR monatlich („Entlastungsbetrag“), der zudem noch zweckgebunden ist und beispielsweise für wohnungsverbessernde Maßnahmen oder Pflegeberatung eingesetzt werden kann. Für eine ambulante Pflege sind im Pflegegrad 1 keine Leistungen vorgesehen.

Wichtig: Eine weitere Neuerung betrifft die Unterbringung in Pflegeheimen. Der Eigenanteil ist einheitlich für alle Pflegestufen und wird vom Bundesgesundheitsministerium auf durchschnittlich 590 EUR geschätzt. Zu diesen Kosten werden jedoch noch weitere Posten hinzugezogen. Demnach müssen die Kosten für Unterkunft, Verpflegung und anteilige Investitionskosten der Einrichtungen durch Eigenleistung erbracht werden.

Die Familie springt ein: Problem gelöst?

Diese Frage kann von vornherein verneint werden!

In den überwiegenden Fällen wird bei Pflegebedürftigkeit die Pflege kombiniert: Die Arbeit professioneller ambulanter Dienste wird durch die der Angehörigen ergänzt. Finanziell bedeutet dies, dass bei Pflege durch Angehörige Pflegegeld gezahlt wird und damit die Pflegesachleistungen um den entsprechenden Anteil reduziert werden. Das Pflegegeld für Angehörige, die körperlich eingeschränkte Personen pflegen, wird ab 2017 für die Pflegegrade 2 und 3 erhöht und bleibt unverändert im Pflegegrad 4. Bei verminderter Alltagskompetenz ist die Steigerung deutlich höher.

Zusätzlich können Menschen, die zu Hause gepflegt werden, vom Entlastungsbetrag Gebrauch machen. Der zweckgebundene Betrag (125 EUR) kann hier beispielsweise für Hilfe beim Einkaufen oder für Gedächtnistraining eingesetzt werden. Welche Leistungen beansprucht werden können, erfragen Sie am besten bei Ihrer Pflegekasse oder dem Pflegestützpunkt. Sie variieren von Bundesland zu Bundesland.

Bei umfangreicherer Pflegebedürftigkeit ist eine zusätzliche Qualifikation und somit die Einbindung ambulanter Pflegedienste unvermeidbar. Pflegende Angehörige haben Zugriff auf kostenlose Pflegekurse, die von den Pflegekassen in Zusammenarbeit mit Pflegediensten oder Altenpflegeschulen angeboten werden. Diese Kurse können zu Hause oder mit anderen pflegenden Angehörigen zusammen in Schulungsräumen (z. B. beim DRK) durchgeführt werden.

Wichtig: Angehörige sollten wissen, dass es die Möglichkeit der Tages- / Nachtpflege gibt. Die Pflegebedürftigen leben zwar grundsätzlich in ihrem häuslichen Umfeld, benötigen aber tagsüber oder auch nachts stundeweise verstärkt Betreuung. In den meisten Fällen sind die Angehörigen berufsbedingt nur eingeschränkt in der Lage, Pflegeaufgaben rund um die Uhr zu übernehmen.
Wenn Sie die Pflege eines Angehörigen übernommen haben oder übernehmen wollen, stehen Sie vor vielen Herausforderungen. Die Tätigkeit als Pflegender ist seelisch und körperlich, aber auch finanziell eine Belastung. Aus diesem Grund hat die Verbraucherzentrale nützliche Informationen für „Pflegende Angehörige“ zusammengetragen.

Kann ein Pflegender kurzzeitig seine Aufgaben nicht übernehmen, stehen verschiedene Lösungen zur Verfügung. Welche Mittel genau angeboten werden, erfragen Sie am besten bei Ihrer Pflegekasse oder dem Pflegestützpunkt, da diese vom Pflegegrad abhängen:

Kurzzeitpflege
Wenn die Pflege zu Hause vorübergehend nicht möglich ist, übernimmt die Pflegekasse die Kosten für eine Unterbringung in einer Pflegeeinrichtung.

Verhinderungspflege
Ist die Pflege für einen kurzfristigen Zeitraum, z. B. aufgrund eines Urlaubs oder einer Krankheit nicht möglich, finanziert die Pflegeversicherung einen Ersatz für die Pflege zu Hause. Dies gilt auch, wenn der Pflegende zur Entlastung einfach eine kurze Auszeit braucht.

Tages-/ bzw. Nachtpflege
Wenn die Pflege zu Hause aus beruflichen oder persönlichen Gründen nicht ganztägig möglich ist, kann die pflegebedürftige Person stundenweise in einer Tages- / bzw. Nachtpflege betreut werden. Für diese Leistung kann zum Beispiel der Entlastungsbetrag von 125 EUR monatlich genutzt werden.

Die Unterbringung im Pflegeheim

Eine besondere Herausforderung stellt die Unterbringung in einem Pflegeheim dar. Der Bundesgerichtshof hat zahlreiche Urteile gefällt, die die Höhe der Beteiligung an den Pflegekosten festlegt. Verwandte ersten Grades, also Kinder, sind zum Unterhalt verpflichtet. Die Höhe variiert, wenn eigene Kinder zu versorgen sind oder der Ehepartner kein Einkommen besitzt. Grundsätzlich müssen die leiblichen Kinder zahlen. In einigen Fällen wird das Gehalt des gut verdienenden Ehepartners und Vermögen zusätzlich zur Berechnung herangezogen.

Private Pflegeversicherung: Wann ist sie sinnvoll?

Mit einer privaten Pflegeversicherung lässt sich gelassener in die Zukunft blicken. Angesichts steigender Lebenserwartung und der Tatsache, dass mit dem Alter Einschränkungen verbunden sind, ist die Sorge, irgendwann auf fremde Hilfe angewiesen zu sein, berechtigt. Aber selbst in jungen Jahren ist niemand davor geschützt, nicht plötzlich auch zum Pflegefall zu werden.

Prominente Beispiele für pflegebedürftige Menschen kennen wir alle

Wer hätte jemals geglaubt, dass ein Michael Schumacher ausgerechnet nach dem Ende seiner Karriere infolge eines Unfalls gelähmt und damit pflegebedürftig sein würde? Oder dass die Moderatorin Monica Lierhaus nach einem medizinischen Eingriff sich als Bedürftige in einem Pflegegrad wiederfindet? Nicht nur diese beiden Beispiele zeigen, wie wichtig es ist, bereits in jungen Jahren durch eine zusätzliche Pflegeversicherung vorzusorgen.

Bereits heute ist es offensichtlich, dass die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung nicht ausreichen, um die Kosten eines Pflegebedürftigen zu decken. Dies gilt unabhängig davon, ob es sich um die Hilfe zu Hause handelt oder die Unterbringung in einem Pflegeheim. Zur Unterstützung werden in beiden Fällen Angehörige herangezogen. In der ambulanten Betreuung wird in der Regel die professionelle Pflege mit der durch die Angehörigen kombiniert. Sie wird über das Pflegegeld als Anteil der Pflegeleistungen finanziert. Bei Betreuung in einem Pflegeheim fließen bei der Berechnung des Eigenanteils nicht selten die Einnahmen der Kinder ein. Mit der gesetzlichen Pflegeversicherung ist, wie bei einer Teilkaskoversicherung, nur ein Teil der anfallenden Kosten abgedeckt. Die Pflege ist unabhängig vom Pflegegrad immer noch teuer, denn die gesetzliche Pflegeversicherung übernimmt gerade einmal ein Drittel der anfallenden Kosten. Eine private Pflegeversicherung hilft, unter dem Strich, die entstehende Finanzierungslücke zu verringern.

Nützliche Informationen zum Thema Pflegebedürftigkeit und Pflege von Angehörigen bieten folgende Links:

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Pflegeversicherung 2017 – Die Änderungen

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Pflegestärkungsgesetz – Die Änderungen zum 1. Januar 2017

Mit diesem Beitrag eröffnen wir einen Dreiteiler zum Thema „Pflegeversicherung 2017“.
Das neue Jahr präsentiert sich mit bedeutenden Änderungen in der Pflegeversicherung. Nun mögen die Jüngeren unter uns meinen, das beträfe sie nicht – weit gefehlt. Das Altern lässt sich nicht verhindern. Wer in jungen Jahren vorsorgt, profitiert von preisgünstigeren Monatsbeiträgen. Prominente Beispiele beweisen, dass niemand ausschließen kann, unverschuldet pflegebedürftig zu werden.

Änderungen der Pflegeversicherung 2017 Seit Jahren ringen die Verantwortlichen um eine grundlegende Reform des Pflegestärkungsgesetzes. Grund ist die steigende Zahl der Hochbetagten, die durch den demografischen Wandel widerspiegelt wird. Mit der ersten Fassung des Pflegestärkungsgesetzes von 1995 wurde versucht, diesem Trend Rechnung zu tragen. Rasch wurde Kritik laut, denn u.a. die Beurteilung der Pflegebedürftigkeit war heftig umstritten.

Bewertet wurden bislang vorrangig körperliche Einschränkungen. Die Unterstützung für Demenz-Kranke war unzureichend. Wenig Berücksichtigung fand außerdem die Aufrechterhaltung einer gewissen Selbstständigkeit. Die genannten Aspekte wurden zum Kernpunkt der neuen und umfangreichsten Reform, dem Zweiten Pflegestärkungsgesetz (PSG II), das mit dem 1. Januar 2017 in Kraft trat. Die neuen Regelungen betreffen nahezu alle Pflegebereiche und Formen der Pflege.

Die Kenntnis der Neuerungen hilft den Betroffenen und deren Angehörigen, das optimale Paket aus Leistungen der gesetzlichen sowie einer privaten Pflegezusatzversicherung zu schnüren.

Demenzkranke werden im neuen Pflegestärkungsgesetz stärker berücksichtigt

Die Entlastung durch das neue Pflegestärkungsgesetz fällt besonders stark bei der Pflegebedürftigkeit von Personen mit eingeschränkter Alltagskompetenz (Demenz-Kranke) aus. Bis zu 609 EUR mehr stehen aus Beiträgen der gesetzlichen Pflegeversicherung für die Pflege zu Hause zur Verfügung. Früher der Pflegestufe 0 zugeordnet, kommen sie in den 2. Pflegegrad. Menschen, deren Alltagskompetenz beträchtlich eingeschränkt ist, rücken in den übernächsten Pflegegrad auf. Das heißt, Pflegestufe 1 entspricht jetzt Pflegegrad 3, Pflegestufe 2 entspricht Pflegegrad 4 und Pflegestufe 3 Pflegegrad 5.

Menschen mit rein körperlichen Einschränkungen werden bei bisher vorliegender Pflegestufe 1 in den Pflegegrad 2 übergeleitet. Bei Pflegestufe 2 tritt ab 2017 der Pflegegrad 3 in Kraft. Pflegestufe 3 bedeutet ab jetzt Pflegegrad 4.

Pflegestufen werden zu Pflegegraden ohne Einbußen der Betroffenen

Wer im Besitz einer Pflegestufe war, wurde im Dezember 2016 über die Einstufung in die neuen Pflegegrade durch die Pflegekasse informiert. Diese Überführung erforderte kein neues Begutachtungsverfahren. Mit den neuen Pflegegraden ist eine Erhöhung der maximal gezahlten Leistungen pro Monat aus der gesetzlichen Pflegeversicherung verbunden.

Bei ambulanter, also häuslicher Pflege durch einen Pflegedienst stehen folgende Geldmittel zur Verfügung:

• Pflegegrad 2 = stehen 689 EUR zur Verfügung
• Pflegegrad 3 = erhalten die Betroffenen bis zu 1.298 EUR
• Pflegegrad 4 = sind es 1.612 EUR
• Pflegegrad 5 = sind es bis zu 1.995 EUR

Das bedeutet für Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz ein Plus von 314 bis 609 EUR. Bei körperlichen Einschränkungen profitieren nur Betroffene in den früheren Pflegestufen 1 und 2 (jetzt Pflegegrad 2 und 3). Sie erhalten 221 EUR beziehungsweise 154 EUR mehr. In der bisherigen Pflegestufe 3 (Pflegegrad 4) bleiben die Leistungen unverändert.

Neu ist der Pflegegrad 1, den es bis jetzt noch nicht gab. Er ist für Menschen vorgesehen, deren Selbstständigkeit gering eingeschränkt ist. Sie haben Zugang zu speziellen Leistungen, die helfen sollen, ihre Selbstständigkeit zu erhalten. Diejenigen, die dort eingestuft werden, haben erstmals die Möglichkeit auf Zuschüsse für Wohnungsanpassungen (bis zu 4.000 EUR im Jahr) und Pflegehilfsmittel zuzugreifen. Außerdem steht ihnen ein Entlastungsbetrag zur Verfügung.

Mehr individuelle Möglichkeiten für die Pflege zu Hause

Das neue Pflegestärkungsgesetz legt großen Wert auf eine verbesserte Zusammenarbeit von Angehörigen und professionellen Pflegekräften. Diese Kooperation wird durch den Ausbau der entsprechenden Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung unterstützt.

Grundsätzlich stehen verschiedene Pflegemodelle für die Pflege zu Hause zur Verfügung. Angehörige können alleine die Betroffenen pflegen oder dies durch einen ambulanten Pflegedienst durchführen lassen. Wer die Pflege der betroffenen Person aus beruflichen oder persönlichen Gründen nicht gänzlich selbst übernehmen kann, kann die ambulanten Pflegedienste ergänzend hinzuziehen. Die Leistungen der Pflegekassen unterscheiden sich je nach Pflegemodell.

Werden ausschließlich Dienste einer ambulanten Pflegeeinrichtung in Anspruch genommen, stehen dafür die gesamten Leistungen zur Verfügung. Pflegen Angehörige, erhalten sie ein Pflegegeld. Dies ist entsprechend des Pflegegrades gestaffelt:

• Bei Pflegegrad 2 sind es max. 316 EUR
• Bei Pflegegrad 3 werden es max. 545 EUR
• Bei Pflegegrad 4 bekommt man max. 728 EUR
• Bei Pflegegrad 5 hat man max. 901 EUR

Werden beide Leistungen kombiniert, die Pflege also durch Angehörige und ergänzend von einem ambulanten Pflegedienst übernommen, reduziert sich das gezahlte Pflegegeld. Zugrunde gelegt wird der Betrag, der für die Leistungen des ambulanten Pflegedienstes in Anspruch genommen wird. Betragen diese Leistungen beispielsweise 50 Prozent der gesamten, von der Pflegekasse gezahlten Kosten, stehen den pflegenden Angehörigen nur noch 50 Prozent des Pflegegeldes zur Verfügung.

Pflege im Heim bleibt die kostspieligste Variante der Pflege

Stationäre PflegebedürftigeDie Unterbringung bei Pflegebedürftigkeit kann teilstationär oder vollstationär erfolgen. Bei einer teilstationären Pflege, also einer zeitweiligen Unterbringung (Tages– oder Nachtpflege), werden ebenfalls Leistungen durch die gesetzliche Pflegeversicherung gezahlt. Diese Form der Pflege ist besonders für pflegende Angehörige interessant. Sie ermöglicht eine zeitweise Betreuung in einer Pflegeeinrichtung.

 

Ist die pflegebedürftige Person dauerhaft in einem Heim untergebracht, wird auch sie unterstützt. Durch die Umstellung auf das System der Pflegegrade kann es für Menschen im Pflegeheim zu Einbußen kommen. Das Pflegestärkungsgesetz räumt in diesem Fall jedoch einen Bestandsschutz ein. Das bedeutet: Sollte der Eigenanteil der zu pflegenden Person plötzlich höher ausfallen als vor der Reform, werden Zuschüsse ausgezahlt, die den finanziellen Unterschied ausgleichen.

Pflegebedürftige, die dem neuen Pflegegrad 1 zugeordnet werden, erhalten mit dem 1. Januar 2017 ebenfalls Anspruch auf Leistungen der vollstationären Pflege. Diese Personengruppe erhält jedoch lediglich einen Zuschuss von 125 EUR.

Einheitliche Kosten für Eigenanteile bei vollstationärer Pflege

Wenn in der Vergangenheit der Pflegebedürftige höher eingestuft wurde, stiegen damit verbunden auch die Leistungen der Pflegeversicherung, doch auch die Eigenleistungen wurden dadurch höher. Diese Vorgehensweise wird es in Zukunft nicht mehr geben, da das neue Gesetz einen einheitlichen Eigenanteil für vollstationär gepflegte Menschen in den Pflegegraden 2 bis 5 vorschreibt. Somit entstehen für Menschen, die vor dem 1. Januar 2017 in einer vollstationären Pflegeeinrichtung waren oder diese beantragt hatten und 2017 die Bewilligung erhalten, keine finanziellen Einbußen.

Für alle neu zu beurteilenden Pflegebedürftigen bedeutet das jedoch Folgendes:

Bei Pflegegrad 2 reduzieren sich die Leistungen um 297 EUR auf 770 EUR, bei Pflegegrad 3 werden 1.282 EUR und damit 68 EUR weniger gezahlt. Erst Pflegegrad 4 profitiert mit 1.775 EUR und einem Plus von 163 EUR gegenüber den bisherigen Regelungen. Unabhängig von der Pflegestufe reichen die gezahlten Leistungen aus der Pflegeversicherung in keinem Fall aus, den Eigenanteil zu finanzieren. Hier macht es Sinn, über eine private Pflegeversicherung nachzudenken, da sie helfen kann, die Finanzierungslücke zu verringern.

Anpassung der privaten Pflegeversicherung

Gesetzliche Pflegeleistungen werden trotz weitreichender Verbesserungen auch in Zukunft nicht reichen, um alle anfallenden Kosten bei Pflegebedürftigkeit zu decken. Wo eigenes Einkommen und Vermögen nicht die mehrere Hundert Euro pro Monat betragenden Mehrkosten ausgleichen können, hilft die private Pflegeversicherung. Viele der angebotenen Policen berücksichtigen die neuen Pflegegrade. Für die private Pflegeversicherung gibt es verschiedene Arten. Bei der Pflegetagegeldversicherung wird, je nach Pflegegrad, ein vereinbartes Tagegeld ausgezahlt. Wer eine Pflegerentenversicherung abschließt, erhält Zuschüsse in Form einer Rente, die ebenfalls vom Pflegegrad abhängt. Für beide Arten existiert trotz des neuen Pflegestärkungsgesetzes eine Leistungsgarantie. Das bedeutet: Werden aktuell Leistungen bezogen, bleiben sie im gleichen Umfang bestehen. Bei der Pflegekostenversicherung werden nachgewiesene Kosten für die Pflege bis zu einer Höchstgrenze gezahlt.

Diese zusätzlichen Änderungen bringt das Pflegestärkungsgesetz II

Es sind weniger Anträge auszufüllen. Beispielsweise können pflegebedürftige Personen einfacher Duschstühle oder Gehilfen erhalten, sofern der medizinische Dienst der gesetzlichen Krankenversicherung diese Pflegehilfsmittel empfiehlt.

Pflegende Angehörige werden sozial besser abgesichert

Pflegende Angehörige erhalten Ansprüche auf Beitragszahlungen in die Rentenversicherung durch die Pflegekasse. Zudem sind sie besser abgesichert, sollten sie später arbeitslos werden.

Übergangspflege für Personen ohne Pflegegrad/-stufe (seit 1. Januar 2016)

Für Menschen, die nicht in einen Pflegegrad eingestuft werden können, gibt es bereits seit dem 1. Januar 2016 eine Möglichkeit der Pflegeunterstützung. Das sogenannte Krankenhausstrukturgesetz schließt die Lücke für kurzweilig pflegebedürftige Personen mit der Übergangspflege. Wer kann die Übergangspflege erhalten?

Diese Art der Pflege erhalten Menschen, die durch eine Operation gehandicapt sind oder aufgrund einer schwerwiegenden Erkrankung sich nur bedingt selbst versorgen bzw. eingeschränkt bewegen können. Sie haben Anspruch auf eine Grundpflege von bis zu vier Wochen. Zu den Leistungen zählen die häusliche Krankenpflege sowie die Haushaltshilfe. Sollten behinderte Kinder oder Kinder unter 12 Jahren im Haushalt leben, kann die Haushaltshilfe auf bis zu 26 Wochen verlängert werden. Sollten diese Maßnahmen nicht ausreichen, kann eine Kurzzeit-Pflegeeinrichtung eingebunden werden, die für bis zu acht Wochen je Kalenderjahr genutzt werden kann. An den anfallenden Kosten beteiligt sich die Krankenkasse mit einer Summe von 1.612 EUR jährlich.

Fazit: Mit dem ab 2017 geltenden Pflegegesetz wurde die individuelle Pflege verstärkt. Gleichzeitig verbessert sich die Situation bei Pflegebedürftigkeit mit eingeschränkter Alltagskompetenz. Für die Pflege zu Hause stehen in den meisten Fällen mehr Mittel zur Verfügung. Die Unterbringung in Pflegeheimen kann finanziell ungünstiger sein. Trotz vielfach höherer Leistungen im neuen Pflegestärkungsgesetz lassen sich die Kosten der Pflege nach wie vor nicht komplett darüber finanzieren. Welche Änderungen zudem noch durchgeführt wurden, können Sie dieser Liste entnehmen.

Die Empfehlung für eine private Pflegeversicherung kommt aus nahezu allen Kreisen der Gesellschaft. Verschiedene Modelle der privaten Pflege-Absicherung erlauben eine individuelle Anpassung an die Lebenssituation.

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Rückenschmerzen – nicht gleich zur OP

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Rückenschmerzen: Trotz Behandlung – der Schmerz bleibt

„Ich habe Rücken!“ – mit dieser etwas flapsigen Formulierung werden Rückenschmerzen beschrieben. Mehr als 80% der Bevölkerung sind mindestens einmal in ihrem Leben davon betroffen. Erstaunlicherweise erwischt es auch diejenigen, die Sport machen und sich ansonsten einer guten Gesundheit erfreuen. Wie ist das Phänomen zu erklären? Verschiedene Studien, beispielsweise die der Bertelsmann Stiftung (November 2016), haben das Phänomen beleuchtet und interessante Zusammenhänge festgestellt.

Betroffene suchen oft den Rat eines Spezialisten. Dadurch werden natürlich die Krankenkassen alarmiert. Nicht zuletzt deshalb, weil sich inzwischen gezeigt hat, dass in den meisten Fällen nicht die teure „Apparatemedizin“ der Schlüssel zum Erfolg ist. Mögliche Ursachen lassen sich oft ohne aufwendige Untersuchungen eingrenzen. Nicht selten findet sich der geeignete Ansatz für eine wirkungsvolle Behandlung schon allein im ausführlichen Gespräch mit dem behandelnden Arzt.

Was kann der Einzelne selbst gegen die Schmerzen im Rücken tun? Wann sollte ein Arzt aufgesucht werden? Tipps und Informationen, im Folgenden zusammengestellt, geben eine Antwort.

Rückenschmerz ist nicht gleich Rückenschmerz

Rückenschmerzen müssen nicht sofort operiert werdenEs ist schon ein Kreuz mit dem Kreuz – Schmerzen im Rücken sind keine „Zipperlein“. Besteht der Verdacht, dass die Schmerzen nicht von Bewegungsmangel oder ungünstiger Körperhaltung herrühren, sie sogar bereits über eine längere Zeit anhalten und an Stärke zunehmen, sollte ein Arzt konsultiert werden.

Treten sie im unteren Bereich des Rückens, im Englischen „lower back pain“, auf, betreffen sie die Lendenwirbelsäule. Die Schmerzen weisen nicht immer auf eine Ursache an der Wirbelsäule hin. Sie können auch auf Erkrankungen von anderen Körperregionen hinweisen. Zum Beispiel kann es auch an einer Erkrankung der Genitalien, der Nieren oder der Bauchspeicheldrüse liegen.

Im mittleren Bereich der Wirbelsäule führen am häufigsten Verletzungen oder Muskelreizungen zu den Schmerzen.

In der Nacken- und Schulterregion ist überwiegend eine falsche Körperhaltung am Arbeitsplatz verantwortlich für die Beschwerden. Auch psychische Faktoren werden hier schmerzhaft spürbar.

Unterschieden werden, je nach Dauer, die akuten Beschwerden, die maximal sechs Wochen andauern, von den chronischen, wiederkehrenden. Sie können über drei Monate und länger das Befinden einschränken. Bei letzteren steigt deutlich die Wahrscheinlichkeit, dass der Betroffene weitere Beschwerden oder Erkrankungen hat. Diese gehen oftmals mit Gelenkerkrankungen, Osteoporose oder Depressionen einher.

Bei spezifischen Erkrankungen mit Rückenschmerzen lässt sich eine eindeutige Ursache feststellen und diese kann durchaus außerhalb der Wirbelsäule liegen. Verspannungen nach Fehlbelastung, Blockaden oder Verschleiß gehören dazu. Aber auch eine Gürtelrose oder Nierenbeckenentzündung verursacht Schmerzen in der Rückengegend. Weitaus häufiger wird der Arzt jedoch mit unspezifischen Rückenschmerzen konfrontiert. Bei denen ist häufig keine eindeutige Ursache nachweisbar. Dies macht die Situation schwierig und verleitet den gerne Mediziner zu einer ausgedehnten Diagnostik. Diese schließt oft die kostspieligen bildgebenden Verfahren ein.

Der Arzt als Freund, aber nicht immer als Helfer

In der Bertelsmann Studie zum Thema Rückenschmerzen als Volksleiden wurde resümiert, dass viele der Arztbesuche und Untersuchungen überflüssig sind. Jedes fünfte Mitglied der gesetzlichen Krankenversicherung sucht mindestens einmal im Jahr wegen eines Rückenleidens den Arzt auf. Davon erscheinen etwa 27 Prozent von ihnen sogar mehrmals in der Praxis. Dadurch wird klar, welche Kostenbelastung das Gesundheitswesen zu tragen hat. In vielen Fällen werden Röntgen-, Computer- und Magnetresonanztomografie-Aufnahmen zur Vervollständigung der Palette genutzt. Im Ergebnis zeigt sich jedoch, dass 85 Prozent der Untersuchungen keinen Befund ergeben. Und am Ende handelt es sich um eine akute und unkomplizierte Form des Rückenschmerzes.

Oft scheint es, als sei diese Form der Diagnostik bereits eine Art Behandlung! Bereits in 50 Prozent der Fälle wurde sie beim Erstbesuch angeordnet, ohne eine konservative Behandlung mit Physiotherapie oder Schmerzmitteln in Erwägung gezogen zu haben. Dieser vorschnelle Einsatz bildgebender Verfahren schlägt sich auf die Kosten im Gesundheitswesen und schließlich auf die Beiträge für die Krankenkassen nieder.

An die Stelle der gründlichen Anamnese und körperlichen Untersuchung tritt immer stärker die apparative Diagnostik. Diese Tendenz wird sowohl durch die Daten der Bertelsmann Studie als auch die des Institutes für Gesundheitsforschung gestützt.

Diese Fehler deckte die Studie auf

Sieben Millionen Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung haben an der Studie teilgenommen und zum Thema Rückenleiden Auskunft gegeben. Eine bemerkenswerte Schlussfolgerung betrifft die Patienten selbst: Die Erhebung stellte fest, dass Patienten den Arzt offensichtlich gerne zu einem Durchleuchten mit Geräten überreden. Zudem wurde auf Fehler hingewiesen, die möglichst besser ausgeschlossen werden sollten.

Der erste Fehler ist schon die bloße Überlegung, den Arzt aufzusuchen. Oft erfolgt der Besuch zu früh, weil die Schmerzen auch ohne Behandlung nach kurzer Zeit wieder vergehen können.

Der zweite Fehler ist, dass die Patienten auf Gerätemedizin bestehen. Die damit erzielten Untersuchungsergebnisse werden oft überinterpretiert, was weitere Untersuchungen erforderlich zu machen scheint.

Der dritte Fehler ist die mit besorgter Miene vorgetragene Ruheempfehlung des Arztes. Sie ist in zweifacher Hinsicht fehl am Platze: Es verstärkt unangemessen das Krankheitsgefühl und widerspricht den wissenschaftlichen Erkenntnissen. Nach denen ist gerade die gezielte Bewegung als Therapie zielführend. Es ist besser, den Rücken in Bewegung zu halten und vorbeugend zu trainieren. Getreu dem Spruch von Sebastian Kneipp (Hydrotherapeut und Namensgeber der Kneippkur): „Wer nicht jeden Tag etwas für seine Gesundheit aufbringt, muss eines Tages sehr viel Zeit für die Krankheit opfern.“

Der vierte Fehler ist die Tatsache, dass die Verordnung von Gerätemedizin seitens des Arztes (Orthopäden) oft zu schnell erstellt wird. Eine ausführliche Anamnese hilft, diese vorschnelle Entscheidung zu umgehen. Ein weiterer negativer Aspekt hierbei ist die Behandlung mit Röntgenstrahlen, die den Körper belasten. Nicht nur bei Frauen im gebärfähigen Alter ist diese Herangehensweise gefährlich.

Ein fünfter Fehler ist, dass aufgrund der Befunde von bildgebenden Maßnahmen falsche Diagnosen erstellt werden, die auf Überbewertung basieren. Dadurch erhält der Patient das Gefühl, dauerhaft oder gar chronisch krank zu sein und die Beschwerden kehren häufiger wieder zurück.

Selbst ist der Mann / die Frau

Natürlich beeinträchtigen Rückenschmerzen die Gesundheit. Es muss nicht erwähnt werden, dass die damit verbundenen Arbeitsausfallzeiten beträchtlich sind.

Bei akuten Rückenbeschwerden lohnt es, den Verlauf zu beobachten und nach möglichen Ursachen im täglichen Umfeld zu fahnden:

  • Lassen sich diese vermeiden?
  • Sind ungünstige Hebebewegungen schuld?
  • Ist der Arbeitsplatz rückenunfreundlich eingerichtet?
  • Kommen Bewegung und Sport im Alltag zu kurz?
  • Macht anhaltender Stress zu schaffen?

Positive Veränderungen verhelfen zu einer Besserung und können ohne ärztliche Unterstützung vollzogen werden.

Bevor die schweren Geschütze bei der Behandlung aufgefahren werden, lohnt es sich abzuwägen, ob Entspannungsverfahren und autogenes Training den Stress abbauen können. Wärmebehandlungen lassen die Muskeln entspannen, auch Akupunktur kann die Schmerzen lindern. In anderen Fällen hilft auch schon mal die vorübergehende Einnahme von Schmerzmitteln. Spezielle Rückenübungen, oft in Kursen als Rückenschule angeboten, stärken die Muskulatur und damit die Gesundheit. Diese werden von vielen gesetzlichen Krankenversicherungen auch finanziell bezuschusst.

Besonders positive Effekte zeigen Pilates-Übungen bei chronischen, unspezifischen Beschwerden des unteren Rückens. In einer amerikanischen Publikation (Journal of Physical Therapy, 2016) wurden die Ergebnisse aus verschiedenen Studien zusammengefasst. Es konnte eindeutig belegt werden, dass sich durch Pilates die Beschwerden verringerten und die Beweglichkeit erhöht wurde. Pilates ist inzwischen auch in Deutschland keine Geheimwaffe mehr.

Informieren Sie sich über Rückenschmerzen – dann erst zum Arzt

Steht der Termin beim Arzt bevor, ist es nicht sinnvoll, sofort auf bildgebende Untersuchungen zu drängen. Wie der bekannte Mediziner und Kabarettist Dr. Eckart von Hirschhausen in seinem Video erklärt, schadet Überdiagnostik. Mit einem Augenzwinkern erklärt er, dass der Arzt nur lang genug hinschauen muss, damit sich etwas Ungewöhnliches entdecken lässt. Doch bleibt die Frage: „Besitzen diese sogenannten Veränderungen Krankheitswert?“ In der Regel nicht! Sie sorgen jedoch für Verunsicherung und lassen den Betroffenen sich gleich ein wenig kränker fühlen.

Dr. von Hirschhausen empfiehlt, zur Vorbereitung des Arztbesuches selbst einen Faktencheck durchzuführen. Fragen nach dem Beschwerdebild, bestimmte Informationen zu Begleiterkrankungen, Medikamenten sowie der Lebenssituation helfen dem Arzt, mögliche Ursachen einzugrenzen und andere auszuschließen. Am Ende des Gespräches sollte die Antwort nach der Ursache wie auch nach den Möglichkeiten der Behandlung stehen. Dabei ist es sinnvoll, nach alternativen Therapien wie auch den Risiken bestimmter Behandlungen gezielt zu fragen. Nicht zu vergessen ist auch die Auskunft darüber, was passiert, wenn nur abgewartet und beobachtet wird!

Unsere Wirbelsäule ist eine geniale Konstruktion wegen ihrer Stabilität und Beweglichkeit. Sie verdient unsere Aufmerksamkeit, schon bevor sie sich schmerzhaft bemerkbar macht. Nicht umsonst gehören Rückenschmerzen zu den Zivilisationskrankheiten. Lange sitzende Tätigkeiten und immer weniger Bewegung fördern Beschwerden. Obwohl das keine neuen Erkenntnisse sind, verschwinden sie immer wieder aus dem Blickfeld. Plagen erst die Schmerzen im Rücken, werden allzu rasch die „schweren Geschütze“ aufgefahren. Dabei wird oft übersehen, dass die einfachen Dinge wirkungsvoller sein können.

Nun genug gesessen und gelesen: Zeit für ein paar Übungen zum Ausgleich!

• Die Hände hinter dem Kopf verschränken und langsam nach links und rechts drehen, dann die Schultern locker hängen lassen.
• Nun die Hände mit verschränkten Fingern weit nach vorne strecken, dabei die Handflächen nach außen drehen und einen Buckel machen, mit dem Kinn zur Brust.

Es gibt zahlreiche Rückenübungen für zwischendurch und zur Entlastung des Rückens. Für rückenfreundlichen Sport ist es nie zu spät.

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Continentale Krankenversicherung-Studie 2016

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Studie des Continentale Krankenversicherungsverbund 2016:

Zukunft: GKV-Beitrag kann medizinische Versorgung nicht decken belegt die Continentale

Mehr als 80 Prozent der befragten Mitglieder in der gesetzlichen Krankenversicherung glauben, dass allein die gesetzlichen Beiträge eine zukünftige gesundheitliche Versorgung nicht abdecken werden. Daher ist es um so verwunderlicher, dass gerade junge Leute kaum Krankenzusatzusatzversicherungen abschließen.

Continentale Krankenversicherungsverbund Studie 2016 | ACIOVon allen gesetzlich Versicherten schauen 80 Prozent skeptisch in die Zukunft der Gesundheitsversorgung. Rund 60 Prozent der Versicherten sind momentan mit dem Gesundheitssystem zufrieden – acht Prozent weniger als bei der letzten Befragung. Das zeigten die Ergebnisse des Meinungsforschungsinstituts TNS Infratest, welches für den Krankenversicherungsverbund der Continentale vor Kurzem eine Studie erhob. Seit 2001 wird die Studie der Continentale jährlich veröffentlicht. Diesmal wurden mehr als 1.300 Menschen ab 25 Jahren telefonisch befragt. 187 waren davon privat Krankenversicherte. Verständlicherweise wurden zum Thema Zusatzkrankenversicherung nur die GKV-Versicherten interviewt, schließlich sollte eine PKV (private Krankenversicherung) bereits alle benötigten Zusatzleistungen beinhalten.

Welche Rückschlüsse aus dieser Studie gezogen werden können und warum es sich lohnt, bestimmte Krankenzusatzversicherung abzuschließen, lesen Sie in dem nachfolgendem Text.

PKV-Versicherte, Ältere und Männer zufriedener

Die Studie zeigt, dass privat Versicherte (73 Prozent) deutlich zufriedener mit dem Gesundheitssystem sind als GKV-Versicherte. Ebenso sind die gesetzlich versicherten Männer und Versicherte der Altersgruppe 60 Plus zufriedener mit den Leistungen des Gesundheitswesens als vergleichsweise Frauen oder junge Versicherte. Dr. Markus Kremer, Vorstand der Continentale, meint in einer Pressemitteilung vom 20. Oktober 2016: „Offenbar reagieren die gesetzlich Versicherten immer dann sehr deutlich, wenn sie eine direkte Kostenbelastung bemerken.“ Diese dürfte dieses Jahr stattgefunden haben, da zum 01. Januar 2016 viele der gesetzlichen Krankenversicherungen ihren Zusatzbeitrag erhöht haben. Dieser wird durch zusätzliche Leistungen, jedoch auch mit verbundenen zusätzlichen Kosten dem Versicherten berechnet. Auch im Jahr 2017 wird es bei vielen Kassen Beitragserhöhungen geben.

Durch die Zusatzbeiträge waren acht Prozent der GKV-Versicherten unzufriedener als bei der letzten Studienerhebung 2015. Ähnliche Situationen gab es auch in den Jahren 2004 sowie 2011. Im Jahr 2004 mussten alle gesetzlich Versicherten das erste Mal die Praxisgebühr bezahlen und im Jahr 2011 verlangten viele Kassen zusätzliche Beiträge, obwohl in jenem Jahr bereits der allgemeine Krankenkassenbeitrag angestiegen war.

Der Blick in die Zukunft ist für 80 Prozent der GKV-Versicherten eher pessimistisch. Kaum einer glaubt, dass eine medizinische Versorgung allein durch die gesetzlichen Kassen zu bewerkstelligen ist. Die Leistungsgarantie unterscheidet sich zum Beispiel bei PKV- und GKV-Versicherten stark: Einmal abgeschlossene Leistungen bei der PKV sind garantiert, bei der GKV ist dies leider nicht der Fall. 57 Prozent der gesetzlich Versicherten glauben allerdings, dass es eine Leistungsgarantie gäbe. Hier zeigt sich, dass die Bevölkerung über bestimmte Regelungen wenig weiß und schlecht informiert ist. Gerade junge Versicherungsnehmer gesetzlicher Kassen sollten sich über Zusatzversicherungen erkundigen, da sie von einem frühen Vertragsabschluss profitieren.

Erkenntnisse aus der Studie

Aktuell sind 60 Prozent der befragten GKV-Versicherten zufrieden mit dem deutschen Gesundheitswesen. Viele geben an, dass Krankenzusatzversicherungen wichtig für die Zukunft sind, insbesondere der Zusatzschutz im Pflegefall, die zahnärztliche Vorsorge sowie für Behandlungen bei Hausärzten als auch Fachärzten. Berufstätige schließen häufig Arbeitsunfähigkeitsversicherungen ab. Deutlich weniger wichtig empfinden die Versicherungsnehmer die private Vorsorge im Krankenhaus.

Tatsächlich sind jedoch nur wenige der GKV-Versicherten zusatzversichert. Die meisten erachten es zwar als notwendig, jedoch bleibt das konkrete Handeln aus. Daher besitzen lediglich vier Prozent der Versicherten eine Pflegezusatzversicherung und nur 21 Prozent besitzen eine Zahnzusatzversicherung.
Die Einschätzung der Bevölkerung über Krankenzusatzversicherungen ist oftmals falsch. Viele denken, dass ausschließlich Rentner sowie Pensionäre zusätzliche Krankenversicherungen abschließen sollten, da hier der Bedarf einfach höher ist. Schlusslicht bilden ihrer Meinung nach sowohl Auszubildende als auch Studenten.

Ein Paradoxon: Denn genau dieser Personenkreis ist im richtigen Alter! Den benötigten Zusatzschutz können gerade junge Menschen zu deutlich besseren Konditionen abschließen als ältere Menschen. Viele der jungen Menschen wollen ihr Leben durch Funsportarten bereichern, machen sich aber um mögliche gesundheitliche Konsequenzen kaum Gedanken.
Wer erst im Rentenalter eine Zusatzversicherung abschließt, muss von höheren Beiträgen ausgehen. Zudem besteht das Risiko von Leistungskürzungen oder Ablehnungen der Versicherer, weil Vorerkrankungen bestehen.

Bedeutung von Krankenzusatzversicherungen

Krankenzusatzversicherungen stehen als Ergänzung zu den heutigen Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherungen immer mehr im Fokus. Wer sich und seine möglichen Bedürfnisse bewusst wahrnimmt und danach seinen Bedarf analysiert, wird an einer privaten Krankenzusatzversicherung kaum vorbei kommen.

Viele Versicherte kennen die Bedeutsamkeit der zusätzlichen Absicherung, sehen aber momentan keinen Bedarf an einer privaten Krankenzusatzversicherung. Dabei sollte der Zusatzschutz besonders in jungen Jahren abgeschlossen werden. Wer im Alter von besseren Leistungen profitieren möchte, der sollte nicht zu lange mit einem entsprechenden Abschluss einer Krankenzusatzversicherung warten.

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Hautkrebs: Die Haut im Brennpunkt

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Hautkrebs – Screening schon früher als mit 35 Jahren

Hautkrebs - ZelleDer schwarze Hautkrebs (malignes Melanom) ist eine der häufigsten Krebserkrankungen überhaupt. Rechtzeitig erkannt und behandelt sind die Heilungschancen gut. Die Teilnahme an der regelmäßigen Vorsorgeuntersuchung ist eine ganz wichtige Maßnahme, um Veränderungen von vorhandenen Leberflecken frühzeitig zu erkennen. Im besten Fall nimmt man alle zwei Jahre an der Untersuchung teil, um eine durchgängige Kontrolle sicherzustellen. Der Facharzt prüft dabei jedes einzelne Muttermal auf Veränderungen. Bei Bedarf untersucht er, ob ein Melanom bösartig oder gutartig ist. Dazu können einzelne Hautstellen abgetragen und zur Untersuchung eingeschickt werden. Die gesetzliche Krankenversicherung kommt für die Kosten der Vorsorgeuntersuchung generell auf.

Im Alltag ist ein regelmäßiger Sonnenschutz von großer Bedeutung, um sich vor der gefürchteten Erkrankung der Haut zu schützen. Ein guter Sonnenschutz ist also nicht nur im Urlaub wichtig, auch zu Hause sollte man auf eine Tagescreme mit Sonnenschutzfaktor nicht verzichten. Sie beugt nicht nur der Hautalterung durch Sonnenstrahlen vor, sondern sie bildet auch eine wirksame Barriere vor den gefährlichen Strahlungen. Im Mittelpunkt der Vorsorge steht aber unbedingt das ärztliche Screening, das man auch schon in jungen Jahren durchführen sollte.

Eine Hautkrankheit auf dem Vormarsch

Weltweit ist der Hautkrebs eine der häufigsten Krebserkrankungen. Allein in Deutschland erkranken jedes Jahr etwa 20.000 Menschen an einem bösartigen Melanom. Etwa 230.000 Menschen erhalten die Diagnose, dass es sich um den weißen Hautkrebs handelt. Ob das Melanom bösartig oder gutartig ist, lässt sich auf den ersten Blick nur schwer unterscheiden. Als Ursache gehen Mediziner u.a. von einer zu häufigen Benutzung des Solariums aus. Eine hohe UVA-Bestrahlung auf der Sonnenbank ist häufig der Grund für ein bösartiges Melanom. Die Bundesregierung hat deshalb im Jahr 2012 eine Regelung der EU umgesetzt und die Bestrahlungsgrenzwerte in deutschen Solarien festgelegt. So wollte man leistungsstarke und damit gesundheitsgefährdende Geräte aus dem Verkehr ziehen.

Ausgedehntes Sonnenbaden im Urlaub ist eine weitere häufige Ursache für gefährliche Veränderungen der Haut. Das Bewusstsein, an Hautkrebs erkranken zu können, war vor allem früher nicht in dem Maße vorhanden und so hat man sich bei einem Aufenthalt im Freien oft nicht ausreichend vor den Sonnenstrahlen geschützt. Im Jahr 2008 wurde deshalb das Screening gegen Hautkrebs als Leistung der Krankenkasse eingeführt. Damit haben Menschen ab dem 35. Lebensjahr ein Recht auf eine Vorsorgeuntersuchung.

Folgt man aktuellen Analysen, dann ist die Zahl der bösartigen Neubildungen auf der Haut seit 2005 um 60 Prozent in die Höhe gegangen. Im Jahr 2012 waren 1,5 Millionen Menschen an Hautkrebs erkrankt, davon lautete die Diagnose in 318.000 Fällen auf ein bösartiges Melanom. Der helle (weiße) Hautkrebs wurde sogar in 1,3 Millionen Fällen festgestellt, das kommt einer Zunahme von 79 Prozent innerhalb von sieben Jahren gleich. In vielen Fällen wurde die Diagnose erst durch eine Vorsorgeuntersuchung festgestellt, wobei von den Patienten zuvor keine Veränderung der Haut entdeckt wurde.

Eine frühe Diagnose durch Selbstkontrolle

Eine Hautkrebsvorsorge kann man in regelmäßigen Abständen selbst durchführen und dadurch das Screening beim Arzt ergänzen. Sowohl der weiße als auch der schwarze Hautkrebs sind bei genauem Hinsehen zu erkennen.

Wer ein verdächtiges Merkmal auf der Haut entdeckt, sollte umgehend einen Termin beim Hautarzt machen, um dort ein vollständiges Screening durchführen zu lassen. Die Kosten dafür trägt die gesetzliche Krankenkasse. Sofern ein Fleck oder ein Muttermal auf der Haut asymmetrisch ist und keine scharfen Konturen hat, ist das ein Fall für den Fachmann. Auch eine uneinheitliche Farbe spricht dafür, dass es ein Melanom sein könnte. Sofern der Fleck mit über fünf Millimetern sehr groß ist oder sich kurzfristig stark verändert hat, sollte man ebenfalls einen Termin für ein Screening ausmachen.

Beim Screening wird die gesamte Hautoberfläche untersucht. Bei Bedarf können Auflichtmikroskope und eine computergestützte Videographie eingesetzt werden. Damit werden bestimmte Körperstellen fotografiert und dokumentiert. Veränderungen lassen sich dadurch leichter feststellen. Für Mitglieder der gesetzlichen Krankenkasse sind diese speziellen Untersuchungsmethoden eine zusätzliche Gesundheitsleistung, für die die GKV nicht aufkommt, die aber unter Umständen von einer Vorsorgezusatzversicherung übernommen werden kann.

So schützt man sich wirkungsvoll vor Hautkrebs

Hautkrebs malignes MalanomDamit es gar nicht erst zu einem gefährlichen Melanom kommt, kann man sehr gut frühzeitig aktiv werden. Sonnenschutz ist das ganze Jahr über ein geeignetes Mittel. Erwachsene sollten für sich und ihre Kinder eine Tagescreme verwenden, die bereits einen Sonnenschutz integriert hat. Ein hoher Lichtschutzfaktor 20 reicht in unseren Regionen im Frühjahr, Herbst und Winter aus, um sich vor Hautveränderungen zu schützen. Im Sommer und bei direkter Sonneneinstrahlung ist eine Sonnenschutzcreme mit einem hohen Faktor für das Gesicht und für den ganzen Körper empfehlenswert. Wer kleine Kinder hat, ist dazu aufgerufen, sich verantwortungsvoll um deren Hautschutz zu kümmern – Hautkrebs macht bei Kindern keine Ausnahme!

Außerdem sollte man natürlich ausgedehnte Sonnenbäder und Solariumbesuche vermeiden. Das gilt umso mehr, wenn im Sommer ein Urlaub im Süden oder im Gebirge ansteht. So lassen sich die negativen Auswirkungen von UV-Strahlungen weitgehend reduzieren. Wurde im Rahmen einer Vorsorgeuntersuchung Hautkrebs festgestellt, hilft allerdings nur noch eine schnelle Therapie. Die Stammzellentherapie wird in Deutschland seit rund 30 Jahren zur Krebstherapie eingesetzt. Heute kommt sie auch im Kampf gegen Hautkrebs zum Einsatz. Durch die Stammzellentherapie soll die körpereigene Immunabwehr gestärkt werden. Die Blutbildung kann angeregt werden, um den Aufbau des Immunsystems zu forcieren. Stammzellen aus Nabelschnurblut sind übrigens besonders hilfreich, sofern sie aus der eigenen Nabelschnur entnommen und zur medizinischen Vorsorge in der Stammzellendatenbank eingelagert wurden.

Die Kosten solcher Therapien werden durch die Krankenkasse weitgehend übernommen. Angesichts dieser Zahlen fordern Ärzte und Krankenkassen immer häufiger, die Altersgrenze zur Krebsvorsorge zu senken. Es besteht Hoffnung, dass diese Altersgrenze zur Krebsvorsorge schon bald auf unter 35 Jahre gesenkt wird. Ob eine Vorsorgezusatzversicherung zur Übernahme der Kosten der Vorsorgeuntersuchung empfehlenswert ist, sollte man sich im Einzelfall überlegen. Sie kann sinnvoll sein, wenn sich ein erhöhtes Hautkrebsrisiko abzeichnet.

Fazit: Frühe Vorsorge ist das A und O

Obwohl Hautkrebs eine der häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland ist und die Zahl der Neuerkrankungen steigt, ist die Krankheit nicht unvermeidbar. Es ist wichtig, die Haut durch einen guten Sonnenschutz auch im Frühjahr, Herbst und Winter zu schützen. Im Sommer ist ein hoher Sonnenschutzfaktor unabdingbar. Im Sommerurlaub in südlichen Regionen und im Gebirge darf ebenfalls nicht an Sonnenschutz gegen UV-Strahlen gespart werden. Dies gilt ganz besonders für kleine Kinder, die immer vor hoher Sonneneinstrahlung geschützt werden sollten. Ergänzt werden sollten diese Maßnahmen um die regelmäßige Eigenkontrolle der Haut. Sobald sich Auffälligkeiten abzeichnen, steht ein Besuch beim Hautarzt an. Er führt ein professionelles Hautscreening durch und leitet bei Bedarf eine entsprechende Therapie ein. Dazu kann auch die etablierte Stammzellentherapie gehören.

Hautschutz ist einfach und für jedermann durchführbar:

• Meiden Sie die starke Mittagssonne – gerade mit kleinen Kindern
• Tragen Sie lange Kleidung (Hemden / Hosen)
• Tragen Sie gegebenenfalls eine Kopfbedeckung
• Nutzen Sie geeignete Sonnenschutzcreme – bei Kleinkindern ab Lichtschutzfaktor 50
• Cremen Sie Ihre Kinder selbst und gründlich ein
• Gehen Sie ab 35 Jahren zur Hautkrebsvorsorge, danach regelmäßig alle zwei Jahre
• Kaufen Sie Ihren Kindern Kleidung mit integriertem Lichtschutzfaktor für den Sommer

Nützliche Links:

Expertenrat per Video ansehen:
Hautkrebs für erkennen und behandeln

Nutzen Sie eine App für Ihr Handy um eventuelle Muttermale zu überprüfen:
App für Hautkrebs-Analyse

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