Verbot von Leerverkäufen bei Versicherungs- und Finanzaktien
Zahlreiche europäische Regierungen gehen im Kampf um eine weitere Ausbreitung der Finanzkrise jetzt gegen Spekulanten vor. In Frankreich, Spanien, Italien und Belgien sind ab sofort bestimmte Leerverkäufe verboten. Betroffen davon sind Versicherungs- und Finanzaktien. Die Dauer ist allerdings sehr unterschiedlich. Während Frankreich und Spanien ein 15-tägiges Verbots aussprechen, haben sich die Regierungen in Italien und Belgien bislang nicht auf einen Zeitraum festgelegt.
Hintergrund ist der rapide Preisverfall bei zahlreichen europäischen Bankaktien. Beschleunigt wurden die Kursstürze immer wieder durch Gerüchte über Liquiditätsprobleme im Bankensektor.
Mit Leerverkäufen setzen Anleger und Spekulanten auf fallende Kurse, in dem sie Aktien verkaufen die sie sich vorher geliehen haben. Später werden die Aktien zu niedrigeren Kursen zurückgekauft und an den Verleiher zurückgegeben. Die Differenz zwischen beiden Geschäften wird als Gewinn verbucht.
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