Ergo bekommt offenbar Ärger mit der Staatsanwaltschaft

Die Riester-Affäre des Versicherungskonzerns Ergo könnte möglicherweise strafrechtliche Konsequenzen haben. Das berichtet das Handelsblatt und beruft sich dabei auf die Einschätzung von Juristen. Hintergrund sei, dass Ergo bereits seit mehr als fünf Jahren von den falschen Verträgen wusste und dies bislang verschwiegen habe. Demnach seien bereits seit 2005 die Fehler bekannt gewesen. Derzeit werde untersucht, was daraus geworden sei, so ein Ergo-Sprecher gegenüber der Tageszeitung. Nach Ansicht von Volker Hoffmann, Strafrechtsexperte aus Mainz, bewege sich Ergo damit im Bereich des vorsätzlichen fortgesetzten Betruges.

Ergo hat bislang 14.000 Fälle eingeräumt bei denen Kunden ein höherer Kostensatz berechnet wurde als auf den Antragsformularen ursprünglich ausgewiesen wurde. Ehemalige Generalvertreter gehen aber von bis zu 70.000 falschen Verträgen aus.

Unterdessen hat Ergo auch weitere Sex-Partys für Vertreter eingeräumt. Bereits 2002 seien Prostituierte in Kuba im Spiel gewesen und auch 2007 sei ein Bordell in Berlin besucht worden.

In der gesamten Versicherungsbranche wächst dagegen die Wut über die katastrophale Informationspolitik des Ergo-Konzerns. Nach Meinung von Thorsten Rudnik, Vorstand des Bundes der Versicherten, hätten die Dinge schon zu einem viel früheren Zeitpunkt mit mehr Ehrlichkeit aufgeklärt werden müssen.


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