Massiver Zulauf in die private Krankenkasse erwartet

Die privaten Krankenkassen erwarten einen Zulauf von 10.000 bis zu 30.000 neuen Mitgliedern. Nicht nur die umstrittene Dreijahresfrist ist gefallen. Auch eine Vielzahl spezieller Regelungen zum Übergang erleichtert nun den Zugang. Ehemalige Freiberufler, die jetzt in ein Angestelltenverhältnis wechseln, können sofort in die private Krankenkasse wechseln. Auch Berufsanfänger können sofort zu günstigen Konditionen in die private Krankenversicherung wechseln, ohne das ansonsten obligatorische Jahr Wartezeit einzuhalten. Vor dem Abschluss einer Vertrages sollten Sie sich jedoch gründlich informieren. Es gibt einige Angebote, die nicht das halten, was sie versprechen. Wir zeigen Ihnen, worauf es beim Abschluss einer privaten Krankenversicherung ankommt.

Es lohnt sich deutlich einmal durch zurechnen, ob und inwiefern sich der Abschluss einer privaten Krankenkasse lohnt. In der gesetzlichen Krankenversicherung liegt der Höchstbetrag bei rund 660 Euro monatlich. Dieses ist vor allem für junge und gut verdienende Arbeitnehmer interessant. Wer in der gesetzlichen Krankenversicherung diesen Höchstbetrag zahlt, kann für rund die Hälfte des Beitrages einen privaten Versicherungsschutz abschließen. Dieser ist komfortabler und bietet bessere Leistungen als in der gesetzlichen Krankenversicherung.

Von der Vorstellung, dass man auf jeden Fall günstiger und komfortabler in der privaten Krankenkasse versichert ist, sollten sie sich jedoch verabschieden. Das gilt insbesondere für vermeintlich unschlagbar günstige Angebote. Einige Angebote, die schon ab 60 Euro eine private Krankenversicherung anbieten, sind nicht so richtig empfehlenswert. Hier müssen Sie mit einigen Versorgungslücken oder massiven Beitragssteigerungen rechnen.

Allen Interessenten, die in eine private Krankenkasse wechseln möchten, empfiehlt sich, den Rat eines unabhängigen Versicherungsfachmanns einzuholen. Ein seriöser Vermittler wird Ihnen nicht jede Art von Versicherung empfehlen, sondern bei der Beratung darauf achten, dass die wesentlichen Risiken abgedeckt. Wichtig ist auch, dass die Beitragsstabilität der abzuschließenden Versicherung gewährleistet ist. Einen ersten Überblick über das Angebot des Marktes kann ein kostenloser Versicherungsvergleich geben.


Weitere Artikel:
» Krankenkassen müssen Kosten übernehmen
» Zwei Möglichkeiten für die private Pflegeversicherung
» PKV Tarifwechsel verspricht Kostenentlastung
» Mancher Krankenkasse droht die Insolvenz
» Mediziner sollen mehr leisten