Riester-Rente punktet durch staatliche Zulagen

Nach der Finanzkrise 2008 und folgenden Rezession haben die Versicherten begonnen, die Leistungen der Riester-Rente skeptisch zu beurteilen. Jeder fünfte Versicherungskunde ging sogar so weit, dass er seine Riester-Rente beitragsfrei stellen lies oder gar kündigte. Skepsis ist beim Abschluss einer Versicherung immer ratsam, schließlich handelt es sich um eine wichtige und langfristige Entscheidung. Die Riester-Rente stellt durch die staatlichen Zulagen dennoch eine interessante Möglichkeit zur individuellen Altersvorsorge dar, auch wenn es einige Fallstricke gibt. Es gibt jedoch keine Versicherung, die zu jedem Interessenten passt, sondern jedes Produkt für eine private Altersvorsorge will für den individuellen Fall angepasst werden.

Grundsätzlich richtet sich die Riester-Rente an Arbeitnehmer und Beamte. Selbstständige und Freiberufler, die nicht in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, sollten sich ein anderes Produkt der individuellen Altersvorsorge aussuchen. Sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer, die einen Vertrag der Riester-Rente abschließen, haben grundsätzlich Anspruch auf Gewährung einer staatlichen Zulage.

Staatliche Zulagen zur Riester-Rente

Interessant wird das Produkt der Riester-Rente vor allem deshalb, weil kein anderes Produkt so viele staatliche Zulagen bekommt. Der Abschluss einer Riester-Rente empfiehlt sich vor allem dann, wenn sie Familie und Kinder haben. Neben der obligatorischen Grundzulage wird in diesem Fall für jedes kindergeldberechtigte Kind eine Kinderzulage gewährt. Ein verheirateter Arbeitnehmer mit zwei Kindern kann auf diese Weise viele staatliche Zulagen beziehen, die der Höhe der gezahlten Beiträge entsprechen oder sie gar übersteigen.

Ein Fallstrick beim Abschluss einer Riester-Rente kann in den Versicherungskosten des abgeschlossenen Vertrages liegen, denn private Versicherung kann nur mit den eingezahlten Beiträgen wirtschaften. Arbeitet eine Versicherung besonders unökonomisch, gehen die höheren Versicherungskosten zulasten der Rendite. Von der garantierten Verzinsung von 2,75% können unter Umständen nur 1,5 % übrig bleiben. Daher sollten sie sich vorher gründlich über die Versicherungsgesellschaft informieren. Bei Fragen dieser Art stehen ihnen grundsätzlich die unabhängigen Versicherungsexperten in ihrer Umgebung zur Verfügung.

Auch wenn der Abschluss einer Riester-Rente grundsätzlich richtig ist, gibt es eine Vielzahl weiterer Fragen, die individuell geklärt werden sollten. Lohnt sich im konkreten Fall eventuell eine fondsgebundene Altersvorsorge oder sollten sie lieber eine Riester-Rente auf Grundlage eines konventionellen Sparvertrages abschließen? Wichtig ist, dass sie sich gründlich vor dem Abschluss ihrer Riester-Rente informieren und beraten lassen und zwar in zweierlei Hinsicht: Wie soll der gewünschte Riestervertrag beschaffen sein, damit er für Ihre individuelle Situation passend und lohnend ist und zweitens, bei welcher Versicherung Sie den gewünschten Riester-Vertrag zu den günstigsten Konditionen abschließen können. Vor dem Abschluss einer Riester-Rente kann man erste wichtige Informationen über einen online Versicherungsvergleich zur Riester-Rente bekommen.

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