Zusatzbeiträge der Krankenversicherung

In den letzten Tagen wurde angekündigt, dass einige gesetzliche Krankenversicherungen einen Zusatzbeitrag erheben wollen, denn sie arbeitet seit geraumer Zeit nicht mehr wirtschaftlich. Da viele Versicherte mit der gesetzlichen Krankenversicherung nicht zufrieden sind, dürften viele einen Wechsel in Erwägung ziehen, sowohl in eine andere Gesetzliche Krankenkasse, aber auch in die private Krankenversicherung. Es stellt sich die Frage, ob ein Wechsel sinnvoll ist, wo die Vor- und Nachteile liegen und wer überhaupt in die private Krankenversicherung wechseln kann. Wir geben ihnen erste Tipps und Hinweise.

Die gesetzlichen Krankenversicherungen arbeiten defizitär. Das Finanzloch in Milliardenhöhe kann sich ab sofort auch bei den Versicherten bemerkbar machen. In den letzten Tagen haben mehrere Versicherungen angekündigt, einen Zusatzbeitrag in Höhe von 8 Euro zu erheben. Die bekannteste Versicherung ist die DAK mit rund 6,4 Millionen Versicherten. Die Informationen, wann genau diese Zusatzbeiträge erhoben werden sollen, bleibt offen. Als ein mögliches Datum wurde Ende 2010 angekündigt.

Krankenversicherung wechseln

Diese Nachricht wird bei vielen Versicherten den Wunsch hervorgerufen haben, die eigene Krankenversicherung zu wechseln. Vor einer überstürzten Kündigung ist jedoch abzuraten, denn wer 18 Monate und länger Mitglied in einer gesetzlichen Krankenversicherung ist, kann jederzeit kündigen und innerhalb von zwei Monaten die Krankenversicherung wechseln. Es empfiehlt sich vielmehr, die Entwicklung rund um den Zusatzbeiträge der Krankenversicherung zu beobachten und weitere Schritte zu durchdenken.

Bedenkenswert dürfte für einige der Wechsel in eine private Krankenversicherung sein. Wer ein jährliches Erwerbseinkommen von mehr als 49.650 Euro (Stand 2010) vorweisen kann und das über einen Zeitraum von drei Jahren kann in die private Krankenversicherung wechseln. Jederzeit wechseln können Freiberufler, Beamte und auch Studierende.

Aber auch dieser Schritt will gut überlegt sein. Nicht nur das Preis- Leistungsverhältnis will bedacht werden, sondern auch die Beitragsstabilität. Eine verlustreich arbeitende Versicherung wird auf Dauer deutliche Beitragserhöhung mit sich bringen. Um den Faktor der Beitragsstabilität absehen zu können, sollten sie sich mit einem unabhängigen Versicherungsexperten besprechen, der über die Bilanzzahlen der Versicherungsgesellschaft informiert ist. Planen sie langfristig, wenn sie über eine Veränderung ihrer Krankenversicherung, insbesondere einen Wechsel in die private Krankenversicherung nachdenken.

Weitere »Informationen zu Private Krankenversicherung


Weitere Artikel:
» Mehr Transparenz in gesetzlichen Krankenkassen
» Hausärztemangel im ländlichen Bereich
» Kostensteigerung in der Krankenversicherung
» Beitragserhöhung in der PKV
» Kostendruck im Gesundheitswesen