Trend Berufsunfähigkeitsversicherungen

Ein häufig vernachlässigtes Risiko ist das der Berufsunfähigkeit. Während die Deutschen ansonsten als relativ „versicherungsfreudig“ gelten, stellen sie den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung oft hinten an. Ein Grund dafür ist vermutlich, dass sich viele die relativ umfangreichen Kosten sparen möchten und der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung deshalb auf die lange Bank geschoben wird. Dabei steht einiges auf dem Spiel: Auf eine staatliche Absicherung dieses Risikos können sie kaum noch hoffen. Es wird im Fall der Berufsunfähigkeit eine Erwerbsminderungsrente gewährt, die nicht mal das Existenzminimum abdeckt. Ist bestehendes Vermögen soweit vorhanden verbraucht, bleibt ihnen nur noch der Gang zum Sozialamt. Möglicherweise ist nun ein Umdenken in Sachen Berufsunfähigkeitsversicherungen zu erkennen.

Einer aktuellen Studie des Allensbacher Institutes für Demoskopie zufolge ist der Versicherungsschutz in vielen Bereichen rückläufig. Zu nennen ist die private Krankenvollversicherung, vermutlich eine Folge der seit 2007 eingeführten dreijährigen Wartezeit für die private Krankenversicherung. Hierfür spricht auch, dass die Abschlüsse der privaten Krankenzusatzversicherung gestiegen sind. Im Trend liegen auch KFZ – Vollkaskoversicherungen, was angesichts der Vielzahl von Neuwagen, die durch die Abwrackpremie 2009 auf unseren Straßen unterwegs sind, wenig verwundert. Einen deutlichen Zuwachs haben auch die Berufsunfähigkeitsversicherungen zu verzeichnen. Da das Risiko der Berufsunfähigkeit existenziell ist, sollte auf jeden Fall darauf geachtet werden, dass ein hochwertiges Produkt abgeschlossen wird und nicht einfach der erstbeste Vertrag um das eigene Gewissen zu beruhigen. Worauf kommt es beim Abschluss von Berufsunfähigkeitsversicherungen an?

Verweisungsverzicht bei Berufsunfähigkeitsversicherungen

Obwohl auch das Preis- Leistungsverhältnis wesentlich ist, sollten vor allem die Vertragsbedingungen beachtet werden. Sie bestimmen im Wesentlichen ob im Fall des Falles gezahlt wird oder nicht. Ein entscheidender Fallstrick liegt in der „abstrakten Verweisung“. Die Versicherung muss auf diese Regelung, den Verweisungsverzicht, explizit eingehen. Dieser besagt, dass sie im Fall einer Berufsunfähigkeit nicht zu zahlen braucht, wenn sie in einem anderen Beruf weiter arbeiten könnten, wenn auch mit deutlich schlechterem Einkommen und Prestige. Hilfreich ist es auch, wenn der Versicherer im Fall einer Berufsunfähigkeit eine rückwirkende Zahlung vorsieht.

Wichtig ist, dass sie sich vor einer so nachhaltig wirksamen Entscheidung wie dem Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung gründlich und kompetent beraten lassen, denn es sollte hierbei auf jeden Fall langfristig geplant werden. Nützliche Hinweise und Tipps erhalten sie von vielen unabhängigen Versicherungsexperten. Ein guter Einstieg kann ein kostenloser Versicherungsvergleich für Berufsunfähigkeitsversicherungen sein.

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