Kapitallebensversicherung trotzt Finanzkrise
Auch wenn deutsche Lebensversicherungen erneut nur gesunkene Ablaufleistungen bieten, überzeugt die Kapitallebensversicherung (KLV) immer noch mit ordentlichen Renditen. Und das obwohl innerhalb von zehn Jahren die Ablaufleistungen um rund 15 Prozent gesunken sind. Die Ursachen liegen seit vielen Jahren bei der niedrigen Zinspolitik in den USA und belasten so die deutschen Lebensversicherer. Doch im langfristigen Vergleich muss sich die Kapitallebensversicherung gegenüber Fondssparplänen nicht verstecken.
Innerhalb von zehn Jahren ist die durchschnittliche Ablaufleistung bei einem typischen Vertrag (nichtrauchender Angestellter mit 1200 Euro jährlicher Einzahlung) um 15 Prozent gesunken. Im Durchschnitt werden jetzt noch rund 88.700 Euro nach 30 Jahren ausgezahlt. Dies entspricht einer immer noch ansehnlichen Rendite von 5,32 Prozent. Jedoch konnten Besitzer einer KLV, deren Vertrag vor einem Jahr ausgezahlt wurde, noch mit einem Betrag von 90.797 Euro rechnen.
Kapitallebensversicherung ist Anlagesicher
Kunden sollten jedoch diese Entwicklung relativieren. Es gibt zwar mittlerweile weniger Geld, doch im Angesicht der weitgehend dramatischen Kursverluste bei Aktien, Investmentfonds und Totalverlusten bei Zertifikaten bleibt die Kapitallebensversicherung eine sichere Anlageform für die private Altersvorsorge.
Auch andere Fondsarten auf dem Markt bringen keine besseren Resultate, seien es Rentenfonds oder eine Mischung aus Renten- und offenen Immobilienfonds. Die Versicherer beweisen beim Investment in Anleihen auch angesichts des niedrigen Zinsniveaus erfolgreiches Arbeiten. Des weiteren kommt zum besseren Ergebnis beim Versicherungsprodukt obendrauf noch der Hinterbliebenenschutz, den das Fondsprodukt nicht bieten kann.
Die Ursachen für die sinkende Leistungen bei der Kapitallebensversicherung sind sicherlich in der Weltfinanzkrise und der von den USA verursachten Zinsentwicklung zu suchen. Mit ihrer Niedrigzinspolitik versucht die US-Notenbank seit fast 15 Jahren die seit langem nieder liegende Wirtschaft in den USA zu stimulieren. Dieses niedrige Zinsniveau konnte sich auch Deutschland und damit die Lebensversicherer nicht entziehen. 1992 lag die Durchschnittsrendite von festverzinslicher Wertpapiere des Bundes noch bei 8,1 Prozent. Mittlerweile gibt es hier nur noch knapp drei Prozent.
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