Wichtiges zu Private Krankenkasse

Arbeitnehmer deren Einkommen über der Jahresarbeitsentgeltgrenze von 48.125 Euro liegt – und das für drei Jahre in Folge – können sich von der Versicherungspflicht befreien lassen und mit einer privaten Krankenkasse von besseren ärztlichen Leistungen – z.B. beim Zahnersatz, Chefarztwahl und Einzelzimmer bei stationärer Behandlung – profitieren und auch einiges an Beiträgen sparen. Allerdings sollte der Wechsel in eine private Krankenkasse nicht überstürzt werden, denn es gibt wichtige Punkte, auf die geachtet werden muss.

Zunächst gilt die Überlegung, ob sich ein Wechsel in die private Krankenkasse überhaupt lohnt, denn die Beiträge berechnen sich anders als bei der gesetzlichen. Während dort im Vordergrund steht, wie hoch das Einkommen ist, berechnen sich die Beiträge für die private Krankenkasse nach dem individuellen Versicherungsrisiko. Sind schon Erkrankungen vor dem Vertragsabschluss vorhanden, sind höhere Beiträge letztendlich sehr wahrscheinlich. Dagegen gibt es in der privaten Krankenkasse für bestimmte Berufsgruppen wiederum günstige Sondertarife, z.B. für Ärzte, Apotheker oder Zahnärzte.

Neben diesen unterschiedlichen Tarifvarianten gibt es Differenzen in den Leistungen zwischen einzelnen Anbietern. Während manche Gesellschaften die private Krankenkasse beitragsstabil halten, gibt es andere mit stark schwankender Beitragshöhe. Ein heute günstig erscheinendes Angebot kann in einem Jahr zu teurer sein. Dies zeigt, dass sich intensive Information und Beratung vor dem Abschluss einer privaten Krankenkasse lohnen und sehr wichtig sind.

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