Versicherungen schwächeln
Im vergangenen Jahr mussten sich deutsche Versicherungen mit sehr begrenzten Geschäften zufrieden geben. Insbesondere der wichtige Bereich Lebensversicherung legte kaum zu. Schon da waren die Menschen mit ihrer persönlichen und wirtschaftlichen Zukunft unzufrieden und schauten sorgenvoll in die Zukunft. Diese Verunsicherung hat durch die Folgen der Finanzkrise (amerikanischen Hypothekenkrise) noch zugenommen. Das starke Wirtschaftswachstum 2007 spiegelt sich daher nicht in den Geschäften der deutschen Versicherungen wider.
Gegenüber dem Vorjahr, so der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) stiegen die Beitragseinnahmen lediglich um 0,8 Prozent auf insgesamt 163,2 Milliarden Euro. Die Möglichkeiten der Versicherungen dem entgegen zu wirken sind gering, wie die Zahlen des ersten Quartals 2008 zeigen. Ein positiver Trend ist noch nicht abzusehen.
Im Bereich der Lebensversicherung fiel das Wachstum 2007 gering aus. Nur die staatlich geförderte Altersvorsorge, wie Riester-Rente und Basis-Rente, verkaufen sich weiterhin sehr gut. So gab es bei den Rentenpolicen große Zuwächse und mit 52 Prozent den Hauptanteil des Neugeschäfts. Die Riester-Rente legte um 29 Prozent zu, und die Basis-Rente hatte ein Plus von 103 Prozent.
Die private Krankenversicherung hingegen musste zurück stecken. Der im Zuge der Gesundheitsreform erschwerte Zugang in die private Krankenvollversicherung macht den Versicherungen Probleme. Es gab gerade einmal 59.900 Personen die neu in die private Krankenversicherung kamen. Das sind fast 50 Prozent weniger als im Jahr 2006. Dass die Versicherungen in diesem Bereich insgesamt trotzdem mit einer leichten Steigerung abschneiden, liegt an den guten Zahlen bei Krankenzusatz und Pflegezusatzversicherung.
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