Überschätzte Altersvorsorge
In Umfragen stellt sich immer wieder heraus, das viele Bundesbürger ihre zu erwartende Rente nach wie vor überschätzen. Einerseits weis zwar eine deutliche Mehrheit, dass die meisten künftigen Rentner nur schlecht oder sehr schlecht von der gesetzlichen Rentenversicherung werden leben können. Andererseits macht sich trotzdem ein Großteil der Bundesbürger Illusionen über die eigenen finanzielle Altersvorsorge, die sie später einmal haben werden.
Für sich selbst erwartet kaum jemand Probleme, wenn es um die Rente und die finanzielle Situation im Alter geht. Viele sehen sich sogar sehr gut oder gut versorgt, beziehungsweise sind in dieser Frage noch unentschieden.
Die bei vielen jedoch schon vorhandene geringere Erwartung an die gesetzliche Rentenversicherung hat aber in den letzten Jahren die private Altersvorsorge steigen lassen. Insbesondere kann die Zunahme der Verträge zur Riester-Rente dies untermauern. Ein großer Teil der Deutschen möchte als zusätzliches Standbein der Altersvorsorge auch auf eine private Rentenversicherung zurückgreifen. Viele nutzen auch eine Lebensversicherung oder eine betriebliche Altersversorgung und nutzen ein Sparvermögen, Aktien oder andere Wertpapiere zur Absicherung.
Dennoch reichen diese vermehrten Vorsorgeanstrengungen in den meisten Fällen wohl nicht aus, um den in Zukunft demografisch bedingten Rückgang der Zahlungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung auszugleichen. Die Investitionen sind derzeit in den meisten Haushalten für die private Altersvorsorge zu gering bemessen.
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