Rentenversicherung – Überschuss
Die Kassen der Rentenversicherung können diese Jahr mit einem höheren Überschuss rechnen als bislang vermutet. Verschiedene Medien berichten unter Berufung auf Schätzerkreise von einem möglichen Überschuss von etwa 1,5 Milliarden Euro.
Zum Jahresende werden somit wohl die Rücklage der gesetzlichen Rentenversicherung den Berichten zufolge bei etwa acht Milliarden Euro liegen. Damit sind knapp fünf Milliarden Euro mehr in den Kassen als die gesetzlich vorgeschriebenen 3,2 Milliarden Euro.
Diese doch außergewöhnlich gute Finanzlage verdankt die Rentenversicherung zunächst der diesjährigen vorgezogenen Beitragszahlung. Somit kommt es dieses Jahr zu dem allerdings einmaligen Effekt von 13 statt der gewöhnlichen zwölf Monatseinnahmen. Hinzu kommen weiterhin Mehreinnahmen durch die günstige Beschäftigungsentwicklung, die in dieser Höhe nicht eingeplant waren.
Obwohl diese Überschüsse eingenommen werden, wird es trotzdem die zum Jahreswechsel geplante Anhebung der Rentenbeiträge von 19,5 Prozent auf 19,9 Prozent geben. Die amtierende Vorstandsvorsitzende der Deutschen Rentenversicherung Bund, Ursula Engelen-Kefer, verteidigte die Beitragserhöhungen und erteilte Vorschlägen eine Absage, auf die Anhebung ganz oder teilweise zu verzichten. Es sollen somit Stetigkeit und Verlässlichkeit in die Rentenfinanzen kommen. Auch Arbeitsminister Franz Müntefering (SPD) hat sich bereits gegen einen Verzicht auf die Beitragserhöhung ausgesprochen.
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