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| Die Arbeit im Lektorat |
Wenn das Manuskript beim Lektorat auf dem Tisch liegt oder die QuarkXPress-Datei auf dem Bildschirm geöffnet ist, beginnt die Tätigkeit des Freiberuflers. Ein Lektorat prüft, ob der Aufbau des Manuskriptes stimmig ist, ob die Überschriften mit den nachfolgenden Textbeiträgen schlüssig sind, ob die einzelen Textpassagen untereinander passend gewichtet sind, ob Längen und Brüche in den Texten vorhanden sind.
In einem Arbeitsgang lassen sich inhaltliche, sprachliche und formale Ausbesserungen durchführen. Bei schwierigen Textbeiträgen sollte vorsichthalber ein zweiter Durchgang erfolgen.
Ein Lektorat spricht immer und immer wieder mit dem Autor bzw. Texter und überlegt gemeinsam mit ihm, wie das Manuskript noch besser werden könnte. Stimmt der Anfang? Sind alle Erzählstränge richtig miteinander verknüpft? Die Arbeit eines Lektors ist immer subjektiv, das heißt, dass jeder seine eigene Meinung hat. Wie in vielen anderen Bereichen gilt hier: Viele Köche verderben den Brei. Kritisieren zu viele Lektorate einen Text, hat jeder seine eigenen Verbesserungsvorschläge. Deshalb ist es wichtig, dass nur ein Lektorat mit dem Verfasser in Kontakt steht, denn nur so kann der Text am Ende auch wirklich gut werden. "Manchmal hat man schon ein Problem oder schlägt sich mit einer Formulierung herum und findet keinen Ausweg. Dann fragt man die Kollegen oder lässt den Text gegenlesen. Aber der Feinschliff ist immer Sache eines einzelnen Lektorates." Dann muss ein Titel gefunden werden - eine schwierige Sache. Denn um Verwechslungen vorzubeugen, sollte es den Titel nicht schon bereits geben. |
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| Wie wird man Lektor? |
Eine spezielle Ausbildung zum Lektor gibt es nicht. Sehr viele freiberufliche Lektoren haben aber ein abgeschlossenes Hochschulstudium im Bereich Literatur- oder Sprachwissenschaft.
Für die Tätigkeit in einem Fachverlag ist es sehr häufig notwendig, ein speziell darauf ausgerichtetes Studium zu absolviert zu haben wie Medizin, Biologie, Recht. Viele Verlage bieten geeigneten Bewerbern ein Volontariat an, nachdem sie dort auch ein Praktikum absolviert haben. Deshalb sollten Studenten schon frühzeitig während des Studiums beginnen, Praxiserfahrungen zu sammeln und Kontakte zu pflegen! |
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