Rente wegen Alters

Der hier ermittelte Betrag ist ein Idealwert. Bei den Berechnungen gehen die Rententräger von Beitragszahlungen bis zum 65. Lebensjahr (zukünftig sogar bis zum 67. Lebensjahr) aus. Tatsächlich scheiden heute jedoch die meisten Versicherten vorzeitig aus dem Berufsleben aus. Pro vorgezogenem Monat ergibt sich eine Rentenkürzung von 0,3%. Außerdem wird unterstellt, dass auch zukünftig jährlich die gleiche Anzahl von Entgeltpunkten wie im Durchschnitt der letzten 5 Jahre erreicht wird. Dies ist jedoch in der Realität selten der Fall: Arbeitslosigkeit, Ausbildungszeiten oder Kinder verhindern häufig eine Beitragszahlung auf konstantem Niveau. Außerdem sollen ab 2008 die rentensteigernden Anrechnungszeiten für Gymnasiasten und Studenten gestrichen werden.

Dazu kommt die Unsicherheit der zukünftigen Rentenentwicklung. Die BfA unterstellt für die Berechnung der zukünftigen Altersrente den aktuellen Rentenwert. Über den aktuellen Rentenwert werden die Renten an die allgemeine Lohnentwicklung angepaßt. In dem Informationsschreiben findet sich jedoch kein Hinweis darauf, dass bereits mit der Rentenreform 2001 Kürzungen der Renten beschlossen wurde. Ganz im Gegenteil, es wird sogar behauptet: "Ihre Rente wird aber aufgrund künftiger Rentenanpassungen tatsächlicher höher ausfallen." Eine sehr gewagte Aussage, tatsächlich wird bereits im Jahr 2004 die Anpassung der Renten ausgesetzt.

Unser Tipp:

Verlassen Sie sich nicht allein auf die gesetzliche Rentenversicherung, wenn Sie auch im Alter Ihren gewohnten Lebensstandard beibehalten möchten. Sorgen Sie zusätzlich über eine betriebliche oder eine private Altersvorsorge vor.